03 Mai 2009

Kino

Über Montagskinogänger, also doofe Schnäppchenjäger, die zu feige sind sich den Scheiss im TV anzusehen oder den regulären Preis dafür zu bezahlen, habe ich schon gemotzt. Ebenfalls verachtenswert: Menschen, die sich Kino-Newsletter abbonieren.

05 April 2009

AusMerzen

Wie lange kann eigentlich ein Politiker ausharren und (fast) nichts tun? Samuel Schmid, Verteidigungsminsiter ad, konnte es eine ganze Amtszeit lang - und auch schon vorher. Er hat offenbar verdammt viel Sitzfleisch.

Aber der Merz? Nach seinem Kollaps erntete der Finanzminister mit UBS-Vergangenheit und bilderbuchmässigen FDP-Filz im Rücken noch Sympathieboni in Bankerhöhe. Aber die ist er grad allesamt am verplempern. Sein Nichthandeln in Sachen Finanzplatz Schweiz ist entweder schlicht Vogel-Strauss-Politik oder dann einfach Arroganz.

Wenn sich der amtierende Bundespräsident in einem Interview mit einer «Qualitätszeitung» äussert, dass der deustche Peitschen-Peer bitteschön selber anrufen soll, wenn er was von der Schweiz will, kann man das als ein stolzes Aufbäumen bezeichnen. Aber man kanns auch einfach als eine Akt der Verzweiflung interpretieren. Denn wer mit dem Rücken zur Wand steht, kann nur noch aufgeben oder aber in blankem Zynismus einen Ausweg suchen.

Sind alle so NET

Interessanterweise bin ich nie und in rein gar nix ein «early Adaptor». Stimmt so zwar nicht. Bei guter Musik. Also bei allem was ausserhalb der Hörweiten von U2- oder Bryan Adams-Hörern liegt, bin ich schon ganz schön weit vorneweg.

Aber beim ganzen Internet udn Technokram kann ich nie mithalten und probier den Schmarrn aber dann doch mal noch aus. Nur um völlig entnervt festzustellen, dass dies von alle dne ganzen Technogeeks und verinsamsten Komischmenschen dominiert wird, die jeden Müll gleich mal in 140 Zeichen packen und in der elt rumtwittern. Ist das nun okay oder einfach ein stummer Protest gegen die ganzen C02-Debattiererei?

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Jamarico rules

Heute spontan ins Jamarico gehuscht und keine bösen Gedanken gehabt. Ist ja Frühling. Auch im Herzen. Dennoch mit beiden Händen voll böser Musik rausgelaufen. Das nenn ich eine guten Tag. Dann den Abend mit Bier und der besten Metalfrau des Planeten verbracht und über Musik geschwätzt. Das machte den lauen Abend noch runder. Jetzt die neue AKIMBO anhören und einfach rundum zufrieden sein. Schön.

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07 März 2009

Dreck-Mac, blöder

Eigentlch hasse ich ja leidenschaftlich gern meinen Büro-Compi, ein hässliches Teil von Dell. Aber nun macht mein Mac daheim auf Liebesentzug und weigert sich die neue Danko Jones CD einzulesen. Verdammter Dreckscompi, elender!

Entgegen früherer Erfahrungen nützt in diesem Fall weder drohen noch schlagen. Mein schönes Powerbook wirft die CD immer wieder aus. Damminomal.

Und St. Anger rockt eben doch am Besten

Heute ist Metallica-Abend bei MTV. Grund genug einmal mehr der Welt zu sagen, dass «St. Anger» das beste, aggresivste und musikalisch ausgereifteste Album der Band ist.

Logisch ist auch der Rest nicht von schlchten Eltern. Dennoch hat mich der MTV-Beitrag gerade wieder ans Plattenregal getrieben, um mir eine Dröhnung «St. Anger» reinzuziehen.

Dass sich bis heute auch gestandene Met-Fans nur schlecht über das Album äussern, kann ich nicht verstehen, respp. akzeptieren. Zumeist mosern sie am Snare-Sound herum. Notebene die gleichen Menschen, die sich zum Beispiel zwei Stunden unterirdisch schlechten Sound in Konzerten gefalen lassen. Für diese Spezies Musikmenschen habe ein paar - nicht druckfähige Begriffe - übrig.

Für alle andern gibts hier ein Schmankerl:



Und noch dies: Matllica auf Johnny Cashs Spuren.

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Kaufen! Hören! Hingehen! Danko Jones

Kaufen! Heute endlich das neue Danko Jones Album gepostet. Nach dem viel zu melodiösen «Never too loud» endlich wieder Danko Jones, der rockt.

Hören! Ich kann «B-Sides» nur wärmstens empfehlen.
Hingehen! Was ich auch noch empfehlen kann ist die anstehende Tour. Danko Jones sind am 21./22.3. in der Schweiz.

Kleine Kostprobe aus dem gleichnamigen Album «Sleep is the Enemy>»:

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25 Januar 2009

Vinyl rockt einfach besser

Es lohnt sich schon, ab und zu die CD-Stapel vom Plattenspieler zu räumen um sich wieder mal intensiv LPs udn Singles anzuhören. Das Zeug tönt gut, das Handling ist geil und die Covers waren noch richtig schön. Grund für meinen Rückfall ins Vinylzeitalter war der Beitrag «Musikindustrie will die CD retten» auf dem guten Muskblog 78s.ch.

Dabei ist klar, dass die Industrie nicht die CD retten will, sondern bloss ihre grösseren Gewinne bei den CD-Verkäufen. Denn auch bei legalen MP3-Files verdienen die Labels nur einen Bruchteil.

Wenn wir nun wieder vermehrt Vinyl kaufen, freut das die Industrie zwar auch. Aber es ist für den Liebhaber tatsächlich auch ein Gewinn. Also ran an die schönen schwarzen Scheiben. Begrabt die CD!

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Würdevoll Reisen ist nicht mehr möglich

Fliegen ist zu billig. Punkt und Basta! Was sich da alles von A nach B fliegen lässt, ist nicht gerade erfreulich. Und weil alle Welt in der Welt umher düst, haben die Scheiss-Flugis auch immer Verspätung. Weils zuviel Luftverkehr hat. Daran könnte man sich ja noch gewöhnen. Immerhin bin ich auch nicht nur geschäftlich in der Luft.

Was aber gopferdeli immer unerträglicher wird, sind die Sicherheitsbestimmungen vor dem Flug. In London Heathrow kommt dir beim Schuhscanner fast das Kotzen. Es stinkt zum Himmel. Als wäre das nicht genug, muss man sich an einzelnen Flughäfen sogar bei Transitflügen erneut durch die Sicherheitsschleusen kämpfen. Dazu kommt die schikanöse Regel, dass Flüssigkeiten im Handgepäck bis auf lächerliche Musterpackungen verboten sind. Mit Handgepäck reist man so mit weniger Pflegeprodukten als die D-Promis im deutschen Dschungelcamp auf sich haben.

Das Schlimmste am Fliegen ist aber der beschissene Bordservice! Bei der Swiss knallen sie einem auf Europaflügen einfach ein Sandwich vor den Latz. Man kann nicht einmal mehr zwischen Vegi oder Fleisch wählen. Friss oder stirb. Auf Langstreckenflügen gibts zwar warmes Essen, dafür verdurstet man schier. Wer sich nicht selbst versorgt oder immer wieder was bestellt, dehydriert. Was vielleicht Absicht ist. So sterben die Passagiere langsam aus und es braucht weniger Flüge. Sprich die Vögel starten wieder pünktlich.

23 Januar 2009

Retourrotzen

Es ist ja bei jungen Burschen bestimmter Herkunft offenbar ein Zeichen der Geschlchtsreife immer und überall hinzuspucken. Das ist widerlich und schlicht zum Kotzen. Neulich hat mir einer direkt vor die Füsse gerotzt. Ich war kurz davor dem Typen ebenfalls meinen Speichel auf seine beschissenen Turnschuhe zu spucken. Dummerweise hab ich mich nicht getraut. Diese Bubis verstehen nicht nämlich keinen Spass.

18 Januar 2009

Facebook sucks

Tja, irgendwann muss man sich halt mal schlaumachen, was denn das Facebook genau ist. Das kann man aber nur, wenn man sich dort registriert. Gemacht getan. Und was kommt dabei raus? Nichts! Es ist langweilig, doof, nutzlos. Gut, für Hedonisten ist es sicherlich eine lässige Plattform. Was aber, wenn man selbst kein Selbstdarsteller ist? Dann trifft man bestenfalls auf viele Leute, die man nicht vermisst und auf ein paar ganz wenige, auf deren Kontakt man sich freut. Aber das liesse sich auch anders bewerkstelligen. Wobei dieses Netzwerk ja nicht das einzige ist, das Massen von Menschen anzieht, die glauben, ohne gehts nicht. Arme Typen...

17 Januar 2009

Warum man Musik mag?

Das ist die Frage, die mich und einige angenehme Menschen in meinem Umfeld schon länger beschäftigt. Dabei geht es nur in zweiter Linie um die Art der Musik. Das ist ja bekanntlich Geschmacksache und wer keinen hat, hört in der Regel auch nicht wirklich Musik, sondern bloss wackelarschige Castingsternchen singen.
«Warum magst du Musik?» wurde des öfteren damit beantwortet, dass Musik eine Art Fluchtmöglichkeit darstellt. Das mag ein Grund sein. Aber um das Spektrum der Antworten noch auszuweiten, wede ich demnächst eine kleine Diskussnsrund starten und der bunten Runde ebendiese Frage stellen und ein bisschen nachbohren.
Übrigens haben die meisten intensiven Hörer ihre passive Musikkarriere als Kassettenkopierer begonnen. Ein Umstand, der der immerwährend klagenden Industrie leider nicht bekannt zu sein scheint. Wie sonst lässt sich ihr aussichtsloser Kampf gegen Raubkopierer erklären?

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Schlecht gelaunt in den Tag

Man wünscht sich als interessierter Mensch zwischen Morgenkaffe und Dusche gern kopakte Informationen in Form von Radionachrichten. Das Problem ist nur, dass dort wo die Nachrichten gut sind, das Rahmenporgramm schrecklich ist. Plüsch oder Sina verderben mir die Laune. Die gute Laune der Morgenmoderatoren auf DRS3 ebenfalls. Das aufgestellte Geplapper ist einfach zuviel. Das ganze vermengt mit dummer Musik macht es schier unerträglich, das wirklich gut gemachte Info-Päckli anzuhören. Man kan ja nicht dauernd den Radio ein- und ausschalten. Und nein, DRS4 ist keine Alternative. Ich mag weder das Internet anwerfen noch ein DAB Radio. Die sollen die neue und schon wieder veraltete Technik den Musigwälle-Hörern vertschutten.

28 Dezember 2008

Reifer Hörgenuss

Was sich gut als Soundtrack für 40-jährige Menschen eignet:


1. Teenage Nightingales to Wax / The Three Johns 3:27
2. Ein Stuhl In Der Hoelle / Einstürzende Neubauten 2:09
3. Toy / Melvins 1:11
4. Get It On / Grinderman 3:08
5. It's Catching Up / Nomeansno 3:29
6. Brain Of J. / Pearl Jam 3:00
7. Hot Chocolate / Adam West 2:02
8. Take It / Gluecifer 2:45
9. Time Is Right / Motörhead 3:14
10. Dog Inside Your Body / Butthole Surfers 3:06
11. Materialist / Bad Religion 1:53
12. Stone Cold Crazy / Metallica 2:18
13. Crashing Foreign Cars / Helmet 2:31
14. Odin / Houston Swing Engine 3:54
15. Freakshow / The Cure 2:30
16. Ride The Flume / Jello Biafra With Nomeansno 2:39
17. Smells Like Teen Spirit / Melvins 5:03
18. Slugs Are Burning / Nomeansno 3:00
19. I And I / Soulfly 3:15
20. Nighthawk Postcards (From Easy Street) Tom Waits 11:30
21. Feel So Bad / Ray Charles & The Count Basie Orchestra 4:10
22. Tainted Love (1976 Recording) / Gloria Jones 2:43
23. Steady, As She Goes / The Raconteurs 3:35
24. Another Day (Studio) / Reverend Beat-Man 2:03
25. The Man Who Lives For Love / Spencer Dickinson 3:25
26. Cry / Strozzini 2:44
27. Shelter for an Evening / The Walkabouts 3:04
28. Japanese Cowboy / Ween 3:02
29. Flowers On The Wall (Live:1969, NYC) / Statler Brothers 2:32
30. Old Enough / The Raconteurs 3:57
31. Hot Black Silk / Songs: Ohia 3:08
32. Friday Night Fever / Silver Jews 2:44
33. My Old Man / Ian Dury & The Blockheads 3:40
34. Violin Tango / Isobel Campbell & Mark Langegan 1:37

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Oha Lätz



Wäck, pfui Teufel. Musste wieder mal meinen versifften Klo-Foto-Hobby nachgehen und in der Alten Metzg auf den Auslöser drücken. Sieht so scheisse aus, dass es schon wieder schön ist.

23 Dezember 2008

Pirates of the Bundeshaus

Wenn es nicht so tierisch ernst debattiert würde, müsste man davon ausgehen, dass die Jungs und Mädels im Bundeshaus versuchen lustig zu sein. Oder dem Ueli Maurer den Amtsantritt so richtig zu vergällen. Gut dem Couchepin trau ich diese Absicht gut & gerne zu. Der Kerl hat was fieses. Ist aber sonst ganz der sympathische Walliser König.

Jetzt wollen die tatsächlich Schweizer Soldaten in die weite Welt oder besser auf die hohe See schicken. Beides will so gar nicht zur Lachnummer in Uniform passen. Unsere Schnarcharmee, die noch nicht mal mit scharfer Munition Botschaften bewachen darf ohne Mann und Maus zu gefärden soll ein Schiff vor Piraten beschützen?

Hehe, selten so gelacht. Wie machen sie das? Mit Pfeffersypray und einem beherzten: «Halt, wer da?»

Übellaunig vor dem Fest

Eigentlich ist es ja jammerschade einen Blog wie diesen einfach still und heimlich verrecken zu lassen. Deswegen soll ab & an wieder was unter schimpfundschande.blogspot.com veröffentlicht werden. Und ja richtig: Du sollst den Link bookmarken wie das neudeutsch so schön heisst.

So richtig wüst Fluchen mag man ja in der vorweihnächtlichen Zeit nicht mehr, Bestenfalls ein bisschen schnöden. Etwa über die übellaunige Verkäuferin im Coop am Bellevue: Logisch tut sie mir leid, wenn sie den ganzen Tag einfach Kohle einkassieren muss, die in dieser Menge nie in ihrer Tasche landen wird. Es sei denn sie gewinnt mit der nationalen Utopie Namens Millionenlos ein paar tausend Franken. Aber ich kann gopferdeli auch nichts dafür, dass ich am 23. Dezember hundskomune Konsumlust verspüre.

Apropos übellaunig. Bin ich ja schon auch öppe. Aber oft wird die miese Stimmung durch äussere Einflüsse ausglöst oder zumindest verstärkt. Etwas durch ein aroogantes Arschloch am Telefon, der mich grundlos angfickt, obwohl ich mich eigentlich bei ihm beschweren wollte. Diesem Schafseckel wünsche ich, dass sein Christbaum nadelt, bevor die Päckli drunter liegen. Und so wie er geklugscheisst hat, hat er sicher eine ganz tolle Nordmanntanne.

21 Dezember 2008

Daheim



Das ist doch mal ein Sujet. Neben alldergattig Dingen aus der grossen weiten Welt, ist das mal ein Bild aus der Heimat. Ich kam heute drauf, weil ich mir auf einem der tollen deutschen Privatsender die Reihe «Goodbye Deutschland» angetan habe. Dort haben zwei dicke Mädchen aus Bayern über ihr neues Leben in Florida berichtet. Ganz toll. Wirklich. So löst man als Staat sein Problem, Man schickt die besonders doofen einfach weg.

Hat übrigens in der Schweiz auch funktioniert. Früher schiffte man die armen Leute einfach aus. Aus den Augen aus dem Sinn und somit aus dem Seozialstaat sauber entfernt. Daraus gabs dann die ganzen New Berne, New Glarus, etc.

Heute zeigt das Fernsehen gescheiterte Hatz-IV-Empfänger, die mit mit einem Sack voll Schulden und sehr wenig Wissen über die neue Heimat einen ebensolche suchen. Es hat eine guten Unterhaltungsfaktor. Vor allem dann, wenn eine Frau mit Bodymass-Indes in der Gefahrenzone in einem US-Kaff eine Schnitzelbeiz auftun will.

14 Dezember 2008

Lecker

Playlist WannaB Karaoke 09


1. Let's Get Chinese Eyes / Brant Bjork 4:51
2. You Laughed Like A Water Mark / Boris 7:02
3. Telecabine / Honey For Petzi 2:45
4. This Time / Drones 5:35
5. Following / Masi 4:08
6. White's Ferry / Clutch 5:23
7. Left Side Bleeding / Hermano 2:54
8. Between Me And The Ground / Dead Meadow 3:16
9. Judgement, Rage, Retribution and Thyme / M… 2:35
10. New Wave Hookers / Houston Swing Engine 5:20
11. Blackmail Man / Ian Dury & The Blockheads 2:15
12. Reversed / Gluecifer 2:52
13. Secret Agent Man / Fingerpoke 3:26
14. Sunshine Superman / Hüsker Dü 1:51
15. When The Sun Goes Down / Arctic Monkeys 3:20
16. The Past #2 / The Fall 2:21
17. W're All Going To Die / Malcolm Middleton 2:48
18. Suffa / (Hed)P.E. 2:58
19. Wait For The Summer / Yeasayer 4:53
20. Money For All (Version) / Nine Horses 4:00

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12 Dezember 2008

Totalversagen der Politik

Es ist unglaublich: Da verspekuliert sich ein Bank - geleitet von geldgeilen Säcken - fast in den Abgrund. Und die Politik rettet ebendiese Bank mittels Notrecht mit Milliarden. Der grösste Teil dieses Geldes dürfte für immer weg sein. Verlocht, vergessen, verschenkt. Es ist ein Skandal.

Die Politik könnte immerhin den Milliardenkredit mit Auflagen verbinden. Aber was tun die Saftsäcke? Sie kuschen. Sie tun nichts. Sie versagen auf der ganzen Linie. Sie stopfen der UBS Geld in den Arsch und tun so, als ob das ein gutes Geschäft wäre.

Man hätte die Bank bankrott gehen lassen sollen. Irgendwann wären die rentablen Teile der Bank aufgekuaft und so gerettet worden. Ohne Steuergelder und Bundesvermögen.

Aber nicht nur dort hat die Bundesversammlung vor der Wirtschaft gekuscht. Auch bei den Parallelimporten knickte das gesamte Bundeshaus vor der flotten Pharma-Industrie um. Und sie feiern die angebliche Verbilligung der Produkte als Erfolg. Dabei bleibt das Teure teuer. Mdeis sind nämlich von der neuen regelung ausgenommen.

05 Oktober 2008

Feine Mucke

Was doch so en Abend Home Alone alles kann: Zum Beispiel fast meine ganze Playlist des letzten Geburi wieder mal durchhören. Ist verdammt gut. Da ist von Johnny Cash bis Slayer alles drauf was Spass macht.

Bracuht ein bisschen Zeit zum druchwühlen:


The Magnificent Dance 5:38 Super Black Market Clash The Clash
Top Of The City 4:11 New Dubby Conquerors Seeed
Too Much Too Young 6:06 The Specials The Specials
Peaches 4:09 The Stranglers: Collection 1977-1982 The Stranglers
Teenage Kicks 2:14 Nouvelle Vague Nouvelle Vague
She Loves Me Not 3:30 Album Of The Year Faith No More
Ganz Normal 3:33 MTV Unplugged Die Fantastischen Vier
Song For Junior 3:50 Hello Nasty Beastie Boys
Klar 4:55 Mercedes-Dance Jan Delay
Deeper Shade Of Soul 4:33 Mental Floss For The Globe Urban Dance Squad
The Revolution Will Not Be Televised 3:07 Pieces of a Man Gil Scott-Heron
Pusherman (Alternate Mix W/Horns) 6:10 Superfly: Additional Tracks & Alterna… Curtis Mayfield
Titel 04 2:57 Pauls Boutique Beastie Boys
(I Don't Want To Go To) Chelsea 3:56 Live At The El Mocambo Elvis Costello & The Attractions
Killing an Arab 2:52 Concert - The Cure Live The Cure
Dancing Shoes 2:21 Whatever People Say I Am, That's Wh… Arctic Monkeys
A Boy Named Sue (Live:1969, NYC, N… 4:25 Johnny Cash At Madison Square Gar… Johnny Cash
One Piece At A Time 3:35 Cash Covered Michelle Shocked
I Don't Need You (To Set Me Free) 4:06 Grinderman Grinderman
Fishingman 4:16 Tune It Down Burn It Out Flattrack
I Don't Care As Long As You Sing 3:35 SmackSmash The Beatsteaks
Garrisburg 3:56 Sparkler Fingerpoke
The Wooden Song 3:51 Independent Worm Saloon Butthole Surfers
All Cried Out 4:41 Biscuits for Breakfast Fink
One 3:53 American III: Solitary Man Johnny Cash
Riot Van 2:15 Whatever People Say I Am, That's Wh… Arctic Monkeys
Jimmy Jazz 3:55 London Calling The Clash
Julie Profumo 3:17 The Wayward Genius of Martin Newell The Cleaners From Venus
Life Is Hard 4:12 Field Guide - Some of the Best of Ti… Timbuk 3
Angryman 4:06 Sunshine Hit Me The Bees
The Beat Goes On 6:06 Cover Magazine Giant Sand
Wonderwall 3:38 Rock Swings Paul Anka
Tropicalia 3:21 Mutations Beck
The Lovecats 3:40 Japanese Whispers The Cure
Wake Up And Make Love With Me 4:26 New Boots And Panties Ian Dury & The Blockheads
The Guns of Brixton 3:10 London Calling The Clash
How Soon Is Now? (Live) 4:36 Live At Earl's Court Morrissey
Slow Emotion Replay 3:55 Dusk (Remaster) The The
Aeroplane 4:45 One Hot Minute (Europe Edition) Red Hot Chili Peppers
Monkey Gone to Heaven 2:55 Wave of Mutilation - Best of Pixies Pixies
Alone Je􀀁e 3:22 Only A Suggestion Hermano
Desert Racing 4:41 Round Robin Highfish
Don't Want To Know If You Are Lonely 3:32 Candy Apple Grey Hüsker Dü
You Probably Couldn't See For The Li… 2:11 Whatever People Say I Am, That's Wh… Arctic Monkeys
Been Caught Stealing 3:35 Ritual De Lo Habitual Jane's Addiction
Sex, Drugs And Rock'n'roll 3:07 New Boots And Panties Ian Dury & The Blockheads
Sick, Sick, Sick 3:35 Era Vulgaris Queens Of The Stone Age
I Want You So Hard (Boys Bad News) 2:22 Death By Sexy Eagles Of Death Metal
Someday 3:07 Is This It? The Strokes
Down On The Street 3:43 Fun House The Stooges
London Calling 3:20 London Calling The Clash
All I Want 4:42 Come In And Burn Rollins Band
About Time 5:21 Super Ready/Fragmente - 2007 The Young Gods
My Generation (Artificial Stereo Versi… 3:18 My Generation - The Very Best of the… The Who
Hundsgemein 2:11 Ideal Ideal (GER)
Sabotage 2:58 Ill Communication Beastie Boys
I Bet You Look Good On The Dancefl… 2:54 Whatever People Say I Am, That's Wh… Arctic Monkeys
My Cousin Kim 2:47 Mother Juno The Gun Club
Gentlemen's Evening 2:35 Right On! Adam West
All My Life 4:24 One By One Foo Fighters
Damaged Goods 3:27 Return the Gift Gang Of Four
I Like Dirt 2:38 Californication Red Hot Chili Peppers
1977 1:41 Super Black Market Clash The Clash
Power Trip 3:31 Powertrip Monster Magnet
Sex Mad 4:14 The People's Choice Nomeansno
Back In Black 4:25 Collideoscope Living Colour
Goofy's Concern 3:03 Independent Worm Saloon Butthole Surfers
Nobody Knows Anything 2:57 We've Come For You All Anthrax
Seite 1 von 2
40's
Name Dauer Album Interpret
Final Communiqué 1:57 The Misery Index : Notes From The P… Boysetsfire
Bitter Peace 4:32 Diabolus in Musica Slayer
Necessary Evil 3:59 Born Dead Body Count
Punk Rock Song 2:25 Tested [Live] Bad Religion
Sleep Is The Enemy 2:26 Sleep Is The Enemy Danko Jones
Take It 2:45 Automatic Thrill Gluecifer
I wanna be a drug-sniffing dog 3:18 Pure Chewing Satisfaction Lard
Stone Cold Crazy 2:18 Garage Inc. (Disc 2) Metallica
Pas Mal 2:46 L'eau Rouge The Young Gods
No One Knows 4:39 Songs For The Deaf [Europe] Queens Of The Stone Age
From The Ritz To The Rubble 3:13 Whatever People Say I Am, That's Wh… Arctic Monkeys
Good Grief! 4:29 Persona Non Grata Urban Dance Squad
Car Full of Stash 3:15 Automatic Thrill Gluecifer
Brand New Cadillac 2:08 London Calling The Clash
Vamos (Surfer Rosa) 4:18 Wave of Mutilation - Best of Pixies Pixies
Girls 2:14 Licensed To Ill Beastie Boys
Berlin 3:10 Ideal Ideal (GER)
Buenas Tardes Amigo 7:07 Chocolate And Cheese Ween
Im Arsch Featuring Udo Lindenberg 4:17 Mercedes-Dance Jan Delay
Necessary Evil 3:59 Born Dead Body Count
Drive By 1:27 Born Dead Body Count
Final Communiqué 1:57 The Misery Index : Notes From The P… Boysetsfire
Birds 3:10 Electriclarryland Butthole Surfers
Catatonic 4:55 Christ Illusion Slayer
Abattoir Blues 3:59 Abattoir Blues Nick Cave & The Bad Seeds
Teenage Nightingales to Wax 3:27 Live In Chicago The Three Johns

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16 Juni 2007

Hören und lieben: Neurosis / Isis

Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären. Die Band NEUROSIS gehört etwa dazu. Deren Sound ist sehr speziell. Man kann ihn in keine Schublade stecken. Aber man kann NEUROSIS auch nicht ein bisschen mögen. Entweder man liebt sie. Oder man hasst sie. Ich steh extrem auf ihre komplexen Klangwelten. Deshalb kann ich die neue Platte «Given to the rising» nur wärmstens empfehlen – produziert wurde sie von Steve Albini und das hört man. Es ist pure Musik: Kraftvoll, schräg, verschwurbelt und einfach geil. Ein Arschtritt für all das grauenvolle Zeug, was sonst so in den Regalen steht.

Hier ein bisschen Promo:

Hier ein bisschen NEUROSIS-Live:


Ebenfalls empfehlen muss ich ISIS. Dank einem zufälligen Gespräch in einer Bar auf die Band gekommen, im Jama reingehört und für sehr läss befunden: Wer TOOL mag, mag auch ISIS. Vor allem, weil ihr Sound im Gegensatz zu erwähnter Kosntruktionsmusik der Kollegen TOOL irgendwie herzhafter klingt. Würde ich auf connaisseur machen, müsste ich sagen, der Sound hatr Eier. Mache ich aber nicht.

Ein bisschen ISIS aus dem Studio:

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15 April 2007

Genial, geil, göttlich


Das Bild ist extrem scheisse. Auch weil mein Samsung-Handy der letzte Schrott ist. Aber das Konzert, das darauf zu sehen wäre, war eines der besten Konzerte ever! MELVINS zusammen mit Big Business inder Roten Fabrik in Zürich. Wers verpasst hat, hat viel verpasst. Das war einfach sehr, sehr gut und wunderschön.

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02 April 2007

Aus Schimpfundschandes Tierleben

Ein kleiner Hass hüpft durch die Gass.
Da packt ihn der Zorn bei den Ohrn und er brüllt: Ihr geht mir gewaltig auf die Löffel! Könnt ihr mit eurem Scheiss nicht zuhause bleiben?!
O ja! Ich kenne diese Tage. (auch wenn heute kein solcher war)

30 März 2007

Zur Hölle mit DJ Bobo

Christen möchten ja den DJ Bobo auf den Mond schiessen. Respektive die Kinder vor dessen teuflischen Botschaften retten und den Eurovisions-Song «Vampires are Alive» verbieten. Schliesslich ruft der Rene Baumann im Liedchen dazu auf, seine Seele zu verkaufen und zur Hölle zu fahren. Heissa, wär das lustig, wenn das so ein simples Liedchen wirklich auslösen könnte. Ich würde nur noch «Sell your Soul» trällern und mich auf einen höllischen Ritt in des Teufels Küche freuen. Dort soll es dem Vernehmen nach richtig rocken und den einen oder andern lusigen Zeitgenossen haben. Das ist Rock’n’roll, liebe Gottesfürchtige Mitmenschen. Und das macht höllisch Spass. DJ Bobo dagenen ist langweilige, peinliche Kommerz-Kunst. Sich dagegen auflehnen ist kleingeistig und erbärmlich.

Autofreier Limmatquai?

Wenn Zürich baut, werden Millionen verlocht. Aber die Stadt hats ja. Und am Limmatquai durften es ja sogar noch ein paar Millionen mehr sein, als ursprünglich geplant. Dafür ist die Prachtspromenade nun auch keine Tote Strasse: Immerhin verkehren darauf zwei Tramlinien und seit sie angbelich autofrei ist, latschen auch noch unvorsichtige Fussgänger über den Limmatquai. Nur eben, das mit dem autofrei habe ich mir schon es bitzeli anders vorgestellt. Denn es motort und hupt wie eh und je.

29 März 2007

Und noch was schönes

Der Sound kratzt, zischt und fiept fies. Ganz tief unten knarzt ein kaputter Basslauf, ein Rumpeln mimt die Beatmaschine. Hinter absonderlichen Gerätschaften steht ein gebückter Rotschopf. Er dreht an Knöpfen, drückt auf Tasten, provoziert absichtlich Wackelkontakte, indem er die Kabel halb aus Buchsen zieht – dass es nur so brutzelt und knackt in endlosen Echoschleifen.

Der Musiker nennt sich Sendling. Seine Musik nennt er Maschinenmusik. Der Mann dreht an seinen Geräten. Man sieht nur auf seinen Kopf. Er werkelt im Kabelgewirr an einer Klangwelt, die so gar nichts mit herkömmlicher Musik zu tun haben will. Dankbar wippt der Fuss der Zuhörer bei erkennbaren, sich wiederholenden Rhytmusfragmenten mit. Nur ganz wenige Menschen haben sich an das Konzert verirrt. Es ist ein grauer Dienstagabend. Das Konzert* ist in der Marsbar. Einer Bar mitten in Zürich. Es gibt zahllose solche Abende an ganz vielen Orten dieser Welt. Und dennoch ist dies ein einzigartiger Moment. Was da aus den Lautsprechern brutzelt und brüllt, passiert hier und jetzt. Mich packen diese Klänge, die so gar nicht zu meinen sonstigen Hörgewohnheiten passt. Der Sound hüllt mich ein und entführt mich für zwei Stunden in eine andere Welt: Die Droge Musik funktioniert ganz ohne Betäubungsmittel. Sie berauscht auch so.

* Der Gig fand am 20. Februar 2007 statt.

1.1 - oder Mono war besser

An alle komischen 5.1 Dolby-Surround-Menschen mit ihren schrecklichen Lautprechergebilden: Mono war das einzig vernünftige Sound-Format. So. Das musste mal gesagt werden.

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Partyhengste zerdeppern

Soeben zum zweiten Mal in diesem Jahr einen Platten am Velo geflickt. Scherbe eingefahren. Von irgendso ner Bierflasche. Das kommt, weil irgendwelche Deppen nicht nur Party machen wo ich wohne, sondern als Agglo-Arschlöcher auch noch denken, dass man in der Stadt die leeren Flaschen auf der Strasse kaputtschlagen muss. Irgendwann wird ich so einen Partyhengst zerdeppern.

28 März 2007

Cablecom ist lahm

Wir teilen uns zu dritt einen superschnellen, fetten Cablecom-Anschluss. Zwecks schnellem Surfen, versteh sich. Doch irgendwie scheinen dort die Shareholder allesamt gleichzeitig auf der Leitung zu stehen. Denn von Tempo Teufel kann keine Rede sein. Die Verbindung erinnert mich zeitweilen an die gute alte Telefon-Brutzel-fieb-kratz-Einwählzeiten. Es wäre wohl an der Zeit der unsympathischen Firma den Schuh zu geben und sich einen wirklich schnellen Provider zu suchen. Aber gibts den überhaupt?

CSI = Chabis, Schiisdräck, Idiotie

Ich gebe es zu: Ich bin Krimi-Fan. Dummerweise ist diese Gattung der simplen Unterhaltung aber ausgestorben. Im TV ermitteln nicht mehr komische Kommissare, sondern moderne Menschen mit modernen Geräten. Sie vertrauen nur ihrem Hightech-Scheiss und ihren immerzu piepsenden Computern. CSI ist eine Seuche, ist der Tod des guten alten Krimis, ist etwas für bildungsferne Privatfernseh-Konsumenten. Da ist keine Fantasie, kein Witz, kein gar nix gefragt. Leichen am Laufmeter, seziert bis auf die kleinste Hautschuppe. Pfui Teufel. Das tue ich mir nicht an.
Aber etwas Gutes hat es auch: Ich guck nicht mehr TV, ich lese wieder Krimis. Ohne Elektroschrott. Nur mit Geist.

27 März 2007

Es wird wieder geflucht

Läck! Fast drei geschlagene Monate lang lag Schimpfundschande auf Eis. Eine lange Zeit in der schnellen Welt des Web 2.0 (Derjenige, der diesen Begriff erfunden hat, gehört geschlagen. Ganz fest). Es lag nicht am Ideenmangel und auch nicht an der fehlenden Häme über diese ach so schlimme Welt. Es war Faulheit, gepaart mit zuviel Arbeit auf anderen Baustellen. Aber jetzt lebt die Schose wieder. Und jetzt wird wieder geflucht.

Zum Beispiel über die Tussen im Strassenverkehr. Es gibt das Parallel-Weib zur Goldküstentante mit dem SUV: Das Szene-Gör, das vornehmlich auf einem Damenrad herumgurkt, dabei die Handtasche balancierend sinnentleerten Scheissdreck ins Mobiltelefon brabbelt und selbstredend gefährlich Slalom fährt. Dass die, nicht mit übermässigem Verstand ausgestattete, Dame dabei andere Velofahrer und Fussgänger in arge Bedrängnis bringt, ist ihr egal. Denn die Welt ist die ihre. Das wird ihr schliesslich täglich von Hunderten Lifestylepostillen so eingetrichtert.

Apropos eingetrichtert: In Zürich stehen Wahlen an. Was sich dabei die rechten Parteien erlauben ist - um es milde auszudrücken – nicht gerade nett, gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund (Das Wort ist so geschwurbelt, dass sogleich das rechtschreibeprogramm meiner Word-Version kollabiert). Drum noch mal auf Deutsch: SVP und Schweizer Demokraten malen den Teufel an die Wand. Und der kommt laut den beiden Parteien wahlweise aus Deutschland, dem Balkan oder aus Hip-Hop, wo immer auch dieses Land sein mag.

Stichwort Teufel: Diesen sehen die strammen Christen von der Eidgenössisch Demokartischen Union ja im Kindertechno-Liedchen von DJ Bobo. Der brave Aargauer soll mit seinem «Vampires are Alive» nicht nur die Schweiz am Eurovision Song Contest vertreten. Nein er soll mit dem Lied auch gleich unsere Jugend ins Elend treiben. Und die EDU meint das nicht wegen der doofen Musik, sondern wegen dem Text. Hoffentlich müssen sich diese treuen Kirchgänger nie Slayers «Diabolus in Musica» anhören oder gar die wunderschöne Hymne «God Hates Us All. In dem Sinne: Amen. Und bis zur nächsten Predigt.

30 Dezember 2006

SchimpfundSchande

Scheissmenschen

Es ist allgemein bekannt, dass der Autofahrer die niederste Form menschlichen Daseins darstellt. Heute jedoch wollen wir uns einem Wesen nähern, das ähnlich tief rangiert: dem gemeinen Hundehalter. Kreuzt man beim Spazieren ein Herrchen-Hundchen-Duo, so versucht der Hund in der Regel, die Hose des Entgegenkommenden zu streifen. Warum bloss? Ich versuche der Berührung jeweils auszuweichen. Darauf reagiert Herrchen entweder mit einem väterlichen Er-beisst-doch-nicht-Blick oder er schleudert Blitze auf den elenden Tierhasser, der seines Liebsten Flöhe nicht in der Hose will. Dabei habe ich weder Angst vor noch etwas gegen Hunde. Ich habe nur etwas gegen Leute, die sich in der Stadt Hunde halten. Vor allem gegen jene, die unter Verstopfung oder Durchfall leiden und es deshalb nicht übers Herz bringen, die dampfende Kacke ihre Köter wegzuräumen. Schöne grosse Haufen, saftig rotbraun schimmernd: Sie sind ihr ganzer Stolz. Alle sollen sehen können, wie toll ihr Fifi kann. Deshalb lassen sie die Türme liegen, als dampfende Manifestation ihres kümmerlichen Ego. Sie sollen Scheisse fressen.

LAM

Die LAM, die moçambique'schen Luftlinien, sind die junge Fluggesellschaft eines jungen Staates. Und kaum älter ist ihr Personal. Dennoch mangelt es den Piloten nicht an Erfahrung. Hinter diesen kriegserprobte Haudegen könnte sich Biggles verstecken. Auf den ersten zwanzig Metern der Piste setzen sie auf und bremsen die Maschine auf einem Drittel der zur Verfügung stehenden Strecke so weit runter, dass sie mit quietschenden Reifen zum Standplatz einbiegen können. In Europa würde den Reisenden der Schreck in die Knochen fahren, in Pemba oder Nampula wirkt diese beiläufige Rasanz irgendwie beruhigend. Auch in der Kabine trumpfen die LAM auf. Die Stewardessen sind jung, nett, schön, sprachgewandt und zuvorkommend. Keine Walküren mit Dominablick, doch ein Hauch von Strenge macht sie zu unnahbaren Göttinnen der Lüfte. Gratulation den LAM zu ihrem Personal. In der Luft, muss angefügt werden, denn am Boden wirken Gangster. Natürlich hätte ich wie die meisten Reisenden mein Gepäck dick in Cellophan einwickeln lassen können. So kommen Diebe nicht an den Inhalt. Besteht dieser hauptsächlich aus Schmutzwäsche, gibt man sich jedoch sorglos und so kommt es, dass das vergessene Portemonnaie mit ID und Führerschein auf dem Flug verschwindet. An den vierzig Euro dürfte der Dieb mehr Freude gehabt haben als an den Ausweisen, ich aber muss mich jetzt mit Behörden rumschlagen.
Zuerst, so erklärt mir Frau Putin vom Strassenverkehrsamt, müsse ich eine Verlustanzeige bei der Polizei machen, danach gehe es schriftlich. Auf der Kreiswache werde ich widerstandslos bedient. Versucht man jedoch, einem Polizisten Dar es Salaam zu buchstabieren, muss man viel Geduld aufbringen oder sich mit halben Lösungen zufrieden geben. Ich entscheide mich für das Zweite. Den Verlustschein bekomme ich trotzdem nicht ausgehändigt. Erst muss Interpol informiert werden, denn jemand könnte Schabernack treiben mit meiner ID.
Drei Tage darauf darf ich meine Verlustanzeigen abholen. Preis: je eine Unterschrift. Das Kreisbüro ist nebenan, ich habe einen Pass mitgebracht und will mir eine neue ID bestellen. Preis: siebzig Franken. Die letzte bekam ich zum Pass fast gratis dazu. Problem: das Passbild. Einen Tag zuvor war ich am Bahnhof, um ein neues Halbtaxabo zu kaufen. Das war auch geklaut worden, mittlerweile aber abgelaufen und konnte verlustanzeigenfrei erneuert werden. Zu diesem Zweck hatten die SBB seit Jahren ein Bild gespeichert, das mich als jugendlichen Mann zeigt. Nehmen wir, ist doch ein gutes Foto. Die Passbehörde stellt höhere Ansprüche. Gespeichert werde nicht. Ha! Nie im Leben! Jenes Foto, das ich den SBB notfalls angedreht hätte, wird mittels Passfotoraster als minderwertig qualifiziert. Ich könnte nach Hause gehen und ein Passbild suchen. Die ID war nur ein Jahr alt und von der damaligen Fotosession sind noch ein paar Abzüge übrig. Das passt mir aber nicht, ich schalte auf stur und stelle fragend fest, dass man eigentlich gar keine ID braucht. Ist aber praktischer, erhalte ich zur Antwort, weil der Pass nicht ins Portemonnaie passt. Muss er auch nicht, immerhin unterstehe ich keiner Ausweispflicht, blocke ich. Nein, das nicht. Dann will ich wissen, ob die Verlustanzeige ewig Gültigkeit habe, falls ich mich doch einmal zum Kauf einer Identität entschiede. Zu lange würde sie nicht warten, sagt die Frau, nach zwei Jahren sei das schon unklar. Geht dann auch meine gestohlene Identität verloren? Das denke ich aber nur auf dem Weg zum Ausgang.
Jetzt warte ich auf das Führerscheinersatzformular, das mir Frau Putin schicken wollte. Vielleicht werde ich auch hingehen. Sie klang am Telefon sehr nett und Stewardessen der LAM werde ich hierzulande kaum antreffen.

27 November 2006

Operndiva als Pop-Jurorin?!

Wer suchte beim SF bloss die Jury für die überflüssige Casting-Show MusicStars aus? Da sitzen nun drei Leute, die mit Musik nur am rande etwas zu tun haben. Okay, dem Roman Kilchsperger darf man zugute halten, dass er immerhin Radiomensch ist und sich in der Show schon als pointierter Moderator hervorgetan hat. Dem Herrn D! Soost kann man als vernünftiger Mensch eigentlich nichts Positives abgewinnen. Er mag zwar die Hupfdohlen zu körperlichen Höchstleistungen drillen. Aber sein Ton ist mehr als daneben. Und wer das im TV spassig findet, würde sich wohl im Militär so richtig wohl fühlen.
Aber die begnadete und eigentlich recht sympathische Opernsängerin Noemi Nadelmann? Was zur Hölle tut die dort. Erstens dürften die meisten Darbietungen für ihre geschulten Ohren ein Graus sein. Zweitens mag die nette Dame von vielen Dingen viel verstehen. Aber von Popmusik?

Diese Jury nimmt der sonst schon nichtssagenden Sendung noch den letzten Ernst. Wenn es wirklich darum geht, aus der gesichtslosen Masse echte Talente zu finden, dann müsste eine Fachjury das Gesinge bewerten und über diesen Weg versuchen den SMS-Votenden Teenagern die richtige Wahl in den Daumen zu legen.

Aber so wird wieder jemand – leider nicht Sang- und Klanglos – aber doch recht schnell in den Pophimmel geschossen um dann rasend schnell wieder auf dem Arsch und in der Bedeutungslosigkeit zu landen. So wie die Wuchtbrumme Fenk oder die singende Coiffeuse Salome.

26 November 2006

TV-Shit

Es ist unglaublich, was im Verlauf eines Samstagabends für Scheisse über meine rund 40 Kanäle ins Wohnzimmer ausgestrahlt wird. Das ist nicht zum Aushalten. Den Fernseher werde ich bis zur nächsten Fussball-EM entsorgen.

Ich glaub, ich muss gleich Kotzen

Ich lese, seit es das MAGAZIN gibt, die wundervolle Serie «Ein Tag im Leben von...». Nicht immer ist es toll. Aber was heuet drinstand ist ganz einfach die Potenzierung der Dummheit. Karin Freitag (31), Mutter, sitzt in einem bescheuerten Kleid auf dem Küchenboden. Neben sich einen Latte Macchiato (was schlimm genug wäre, um den Brunz nicht zu lesen).

Wenn die Frau dann auch noch ihre Heimat verleugnet («ich werde depressiv nach drei Tagen Solothurn») mag man das als dummes Geschwätz einer sich selbst verleugnenden Landgöre abtun. Aber wenn die hedonistische Kuh dann noch sagt: «Ärzte sind sexy. Das einzige Mal, als ich Kokain konsumiert habe, war übrigens auch unter ärztlicher Aufsicht. Alles andere wäre mir zu gefährlich», spätestens dann sollte man die dumme Frau Freitag ohrfeigen, bis sie zur Vernunft – oder besser noch – zu ewigem Schweigen kommt. Denn soviel selbstverliebte Dummheit muss bestraft werden.

Liebe Karin Freitag: Manchmal ist weniger mehr. In deinem Fall: Maul halten. Andernfalls muss ich gleich kotzen!

P.S. was übrigens am Magazin auch noch nervt: Dass es mittlerweile wieder in Bern und Basel den Tageszeitungen beigelegt wird und deshalb die wunderbare Kolumnenseite «Aus der Hauptstadt» fehlt und stattdessen «Journal der Gegenwart» heisst. Denn Zürich ist definitiv und in allen Belangen die Hauptstadt der Schweiz. Und was mich auch extrem aufregt sind die belanglosen Kolumnen der Michèle Roten, die sich «Miss Universum» schimpft und zu doof ist, ihre Anzahl Semester an der Uni zu zählen. Die gute soll doch ihr ach so cooles Leben in Berlin Mitte leben und das Erlebte für sich verarbeiten. Mich interessiert es nicht.

25 November 2006

So ist Zürich

Ganz grosse Klasse, dieses Filmchen. Das zeige ich jetzt dann all den Leuten, die mich fragen: Und wie ist es so in Zürich? Dann kann ich einfach den Film zeigen und sagen: Genau so. Immer gute Musik, immer gute Laune, immer alles supi.



Vielleicht noch ganz wichtig: Der doof grinsende Typ am Schluss des Films, das bin im Fall nicht ich. Gell.

Daneben-Klatscher

Ach es ist ja so ein Elend mit der unkontrollierten Freude unmusikalischer Konzertbesucher. Sie bringen es doch immer wieder fertig voll neben dem Rhythmus zu liegen – aber dafür umso lauter mitzuklatschen. Wenn sie sich dann auch noch als doofe Zwischenrufer hervortun, müsste man eigentlich einschreiten. Das Motto wäre wohl am Besten: «Handzeichen schaffen Klarheit». Aber Mann ist ja zivilisiert und kontrolliert und macht schlimmstenfalls die Faust im Sack.
Gestern beim superben Young Gods-Konzert im Cabaret Voltaire hatte es so einen Daneben-Klatscher. Und er sass natürlich ganz vorne. Direkt vor der Band und sah sich deshalb veranlasst auch noch auf die Herren Treichler, Monod, Trontin einzuschwätzen. Ich hoffe jetzt ganz fest, dass der unmusikalische Mensch nicht auch noch ans Konzert im Moods geht. Dort bieten die Jungen Götter am 18. Dezember nochmals ihr wahrhaft berührendes und kraftvolles Unplugged-Spektakel. Absolut hörenswert.
Aber wenigstens war der Klatscher gestern alleine. Am ebenfalls wundervollen Nick Cave-Konzert im Kongresshaus hatte es davon gleich mehrere. Zudem mussten verschiedene Besucher lautstark darauf hinweisen, dass sie die Songs von Nick Cave kennen und diese natürlich in jeder Pause auch laut fordernd herausschreien. Wieso gehen solcherart gesteuerte Personen nicht einfach ins Fussballstadion. Dort können Sie dann ungestört rumpöbeln und finden erst noch ganz viele Gleichgesinnte.

24 November 2006

Wie im richtigen Leben

17 November 2006

Hast du schon etwas von James Bond?

Kein Bond-Streifen ohne fettes Marketing. Das ist ja nicht neu, aber einmal sehr auffallend. Vor allem, weil kein Medienerzeugnis darum herum zu kommen scheint, die Uhr, das Auto, die Schuhe, das Feuerzeug und so weiter auf ganzen Seiten vorzustellen und über den grünen Klee zu loben. Gratis versteht sich. Na ja, die Firmen werden dankbar sein.

14 November 2006

Röhrlijeans

Es war zu befürchten: Nachdem sich leicht anorektische Mädchen in hautenge Jeans würgen, folgen auch die ausgemergelten Jungs mit ihren, den gehypten Gitarrenbands abgeguckten Frisuren. Sie tragen Hosen, die in Deutschland zu Recht den Namen «Heroinhosen» haben und sehen darin recht blöd aus. Und wenn man, wie ich in einer Zeit gross, als Röhrlijeans unbedingt der Abgrenzung gegenüber doofen Hippies dienten, kann darob nur den Kopf schütteln. Aber nur so lange, bis die Rüeblihose (Karottenjeans) wieder Mode wird. Dann reicht auch Kopfschütteln nicht mehr. Dann muss ich definitiv weggucken.

13 November 2006

Schwerreiche SonntagsZeitung-Leser

Hast du auch durch die Beilage der letzten SonntagsZeitung geblättert? Da wurden ja über 100 Geschenktipps auf Hochglanz präsentiert. Und angesichts des teuren Tands muss ich befürchten, dass die Macher der Postille ihre Leser völlig falsch einschätzen. Denn darin glänzen Geschenk um die Wette, die im Bereich des Jahreslohns einer TA-Media-Pzufrau liegen.

Jetzt ist auch Scheissen Lifestyle

Dass alleine das Wort Lifestyle scheisse ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass aber jetzt der Stuhlgang neben Lippgloss, Wimpertusche, Tampons und Fertiggerichten auch DAS Thema der Werbung ist, ist noch nicht so alt, wie der Schreiber dieser Zeilen. Und der ist schon recht angegraut – und um beim Rock’n’roll zu bleiben «To old to die young». (Wiglaf Droste hat das noch schöner beschrieben: Er bezeichnet Menschen in meines Jahrgangs als «nicht mehr im kreuzigungsfähigen Alter»).

Aber zurück zur Darmfunktion: Weil uns die Werbung weismacht, dass wir unser Leben unendlich viel besser und bequemer leben, wenn wir Fast-Food in Form von Feriggerichten essen, haben wir unter den Folgeproblemen zu Leiden. Wir können nicht mehr aufs Klo. Uns liegt der teure Convenience-Food (so das Fachwort für Halbgares) recht unangenehm auf. Wir fühlen uns eben nicht mehr convenient (angenehm), sondern eher unbekömmlich.

Und deshalb soll sich Mensch nun mit Functional Food helfen. Sprich die Darmflora mit Bakterien aus Milchprodukten zum tadellosen funktionieren anregen. Eine tolle Sache. Vor allem, weil sich junge, schöne, erfolgreiche – ja einfach urbane und sehr kreditwürdige Menschen – dann im TV-Spot gegenseitig versichern, wie gut sie sich fühlen. Also mir liegt die Werbung dann immer ein bisschen auf. Ich kann den Fernsehabend nicht geniessen, wenn mir alle 15 Minuten diese fröhlichen Gesichter freimütig vom Scheissen erzählen.

Aber nützen tun die Bakterienstämme in den Milchprodukten offenbar schon. Denn wenn der Fernsehplausch weit fortgeschritten ist, stöhnen einem ja im Viertelstundentakt halbnackte Frauen entgegen. Und so wie die sich winden, müssen sie unter grauenhaften Blähungen leiden...

Quittungsmenschen

Es gibt ja allerlei komische Verhaltensmuster, die sich Mensch im Laufe seines Lebens aneignet. Viele sind überhaupt nicht schlimm. Doch für mich nur sehr schwer zu verstehen. Etwa jene Personen, die beim Geldbezug am Bankautomaten auch noch eine Quittung ausdrucken und diese dann sorgfältig im Portemonnaie verstauen. Was macht die dann damit? Und was sind das für Krämerseelen? Zählen sie zuhause dann ihr Geld nach? Machen solche Leute Budget? Gönnen die sich auch mal etwas, das nicht im Finanzplan enthalten ist? Fragen über Fragen.

29 Oktober 2006

Madonna, du kotzt mich an

Sie kanns, sie hats geschafft: Madonna kauft sich ein Negerbübchen aus Malawi und spielt den Gutmenschen. Und die Medien spielen das widerwärtige Spiel mit und berichten wohlwollend darüber. Nicht nur bei Madonna. Auch wenn sich Sharon Stone oder die unsäglich beschissene Angelina Jolie in der dritten Welt Kinder kaufen um sie mit Liebe und Starruhm zu überschütten, wird munter berichtet und schöngeschrieben. Es ist zum Kotzen!

Dass sich dann Madonna auch noch darüber wundert, dass ihr «barmherziger» Akt kritisiert wird, zeigt wie weltfremd die gute Frau ist: Immerhin hat ihr Familienneuzugang noch einen Vater. Und wenn die schwerreiche Popgöre schon die Missstände in Afrika beheben will, soll sie bitteschön nicht einfach ein Kind aus Tausenden rauspicken, sondern ihr Geld einer vertrauungswürdigen Organisation spenden, die vor Ort etwas sinnvolles leistet. Alles andere ist bloss menschenverachtende PR.

24 Oktober 2006

So ist der Thailänder. Oder so

Reisen bildet. Und da der Herr Schimpfundschande ganz gern neue Eindrücke mit nach Hause nimmt, hier ein kurzer Abriss über den Abstecher nach Thailand. Der Urlaub war traumhaft. Die Landstriche, die ich gesehen habe, sind paradiesisch. Beschwert habe ich mich ja schon an anderer Stelle über die idiotischen Minibusfahrer. Sie luden uns ein ums andere mal irgendwo in der Pampa aus dem Bus und zufälligerweise waren dort dann auch gerade Dutzende geldgeiler Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrer zur Stelle, die uns für horrende Preise zum eigentlichen Ziel bringen wollten. In der Regel verlangten sie für eine Fahrzeit von 10 Minuten zweimal soviel Geld, wie die Busfahrt von vier Stunden gekostet hat.

Egal, genug geschimpft. Schön wars. Besonders die Zigipäckli habe es mir angetan. Bei den Box-Packungen konnten man dem Mann mit den schönen Zähnen eine Zigi zwischen ebendiese klemmen. Ganz lustig.





Schön, dass Kinderarbeit nicht automatisch zum Alkoholismus führt. Der Kleine trank am Steuer nur Milch. Dann gings ab in den Regenwald, was nicht ganz ohne war...


Der Schreiber beim abhängen im Sonnenuntergang. Wo sag ich nicht. Zu schön wars dort, als dass ich schnöde Massen auf dieser Insel wissen möchte.

17 Oktober 2006

Arschloecher im Paradies

Kleiner Zwischenbericht: Bin ja derzeit im Paradies oder in Koh Lanta, einer Insel im Sueden Thailands, wo 96% der Bewohner Muslime sind. Es ist verdammt schoen hier und hat auch nur wenige Touristen. Dafuer gibt es eine ganze Reihe geldgeiler Thais, die mich mit ihren Scheiss Minibussen immer aergern und bescheissen. Aber wenigstens gerate ich durch diese Arschloecher nicht vollends ins Schwaermen. Mehr dazu spaeter, wenn auch Bilder vom Paradies folgen.

05 Oktober 2006

Weg jetzt

So der schreibfaule Herr Z. verzieht sich für kurze Zeit aus der schönen Schweiz. Um sich zu erholen und die Sonne dort anzuhimmeln, wo sie süsse Früchtchen wachsen lässt und die Luft auf über 30 Grad erhitzt.

Zurück bleiben liebe Leute und der arschgesichtige Freizeit-Rassist Blocher. Diesem sollte man endlich mal das Maul stopfen und ihn endlich aus dem Bundesrat kippen. Den farblosen Samuel Schmid könnte er gleich mit einpacken, ist ja eh nur ein halber Bundesrat.

Noch kurz ein Sidekick an die sogenannten Early Adapters. Auch wenn sie es gar nicht sind. Sie gehen mir mit ihrem Web 2.0 und dem doofen Skype so was von auf den Sack. Apropos Skype: Warum zur Hölle, will jemand sein Gegenüber beim telefonieren betrachten? Dafür kanns nur einen Grund geben: Man macht wüste Dinge am Telefon, und die möchte ich nun wirklich nicht sehen.

Soviel Hass muss auch vor den Ferien noch sein. Tschüss und bis bald.

03 Oktober 2006

Es regnet…

…und als Fussgänger ist man wieder Zielscheibe für Autofahrers lustige Spielchen. Zumindest habe ich das heute so erlebt: Der oder die Arschloch beschleunigt auf die Pfütze zu, so dass es schön hoch aufspritzt. Gürtelhöhe. Ach wie gern würd ich in einem solchen Moment auf den Regenschirm, der so eh nix nützt, verzichten und stattdessen eine grosse Knarre in der Hand halten, mit welcher ich dem oder der Arschloch den Hinterkopf wegputzen könnte!
(Das ist natürlich kein Aufruf zur Gewalt. Ich und er/sie im (was sonst?) Züribergtraktor/Arschlochauto können trotzdem beide froh sein, dass ich Waffen noch mehr verabscheue als Autos.)

26 September 2006

Fürs Vergnügen – aber nicht für meins



Gerüst vorm Fenster. Ist an sich nicht schlimm. Denn manchmal ist es ja nötig. Aber in diesem Fall nicht. Denn das Gerüst vor meinen Fenstern stellte das Büro in meinem Haus aus purer Lust auf. Für ein Fest. Das Ding ist riesig und seit zwei tagen deppert und lärmt es. Dafür ist nicht nur meine Ruhe dahin, sondern auch meine Aussicht. Und das Schlimmste kommt noch. Am Wochenende werden ganz viele Menschen vor meinem Fenster auf dem Gerüst auf und ab flanieren. Irgendwie recht doof.

25 September 2006

Neues vom Wochenende

Präsidenten werden gewählt in Gambia (zum dritten Mal der Typ, der sich 1994 selbst an die Macht putschte), in Jemen (der alte) und in Estland (1 neuer). Türkisch Zypern bekommt eine neue Koalitionsregierung und Palästinenserpräsident Abbas will doch wieder mit Regierungschef Haniya verhandeln. (Laut Hamas soll Abbas allerdings ein willenloses Geschöpf der amerikanischen Lack-und-Leder-Lady Rice sein. Ich kenne Männer, Perverse natürlich, die dieser Zirze gern unter die Stiefel kröchen.)
Und sonst? Putin kuschelt mit Merkel und Chirac in Paris, Islamisten erobern ein Kaff in Somalia und in Ungarn glauben nur noch ein paar hundert Jungfaschisten, eine neue Regierung würde das Volk nicht belügen. Und Italien leidet unter einem Skandal. Meldet uns, falls es das mal nicht tut. EU-Kommissionspräsident Barroso hätte gern mehr politische Unterstützung für den Papst. Unterstützung für den Papst von Politikern säkularer Staaten? Der Papst kann mich, die Islamisten sowieso und Barroso jetzt auch.
Ausserdem: Laut US-Geheimdiensten hat der Irakkrieg habe die Welt doch nicht sicherer gemacht. Die Regierung Bush will das nicht einsehen und der Rest der Welt wusste es schon vor den Geheimdiensten. Also auch nichts Neues. Im Irak mindestens 57 Tote und in Afghanistan mehr als 60 Taliban getötet. Auch das nichts Neues, denn Morden ist im Zweitstromland gross in Mode und Afghanistan wurde im Rahmen der Offensive Medusa schon in den vergangenen Wochen von zahlreichen «aufständischen Elementen gesäubert». In der NZZ liest sich das so: «Im Zuge des Unternehmens seien insgesamt 512 Aufständische getötet worden. Diese Zahl hat die Nato inzwischen verdoppelt und soeben verdreifacht.» Klingt irgendwie nach Krieg gegen alle.
Aber wirklich Neues? Ja doch, die Sache mit den lieben Fremden: Australien will seine Einwanderungspolitik verschärfen. Wer sich einbürgern will, soll sich zu australischen Werten bekennen. (Also: Edle Werte büffeln im Internierungslager!) Darauf setzt auch die oppositionelle Labor-Partei, aber nicht erst bei der Einbürgerung, sondern schon vor der Einreise (– gilt auch für Touristen). Frankreich schliesst ein Migrationsabkommen mit Senegal und wählt seine Immigranten künftig selber aus. Nur in der Schweiz bleibt alles beim Alten: Man trägt das Herz weiterhin weit rechts aussen, die anderen sollen ihre Kreuze selber tragen.

Tipp – Wer deshalb jetzt lieber auswandern möchte: In Thailand kann man sich noch immer als Regierungschef bewerben. Allerdings: Ex-Präsi Thaksin soll am 9.9. mit 58 grossen Koffern und Kisten ausgereist sein. Wenige Tage vor dem Putsch seien ihm nochmals 56 Koffer nachgeschickt worden. Das Tafelsilber dürfte also schon weg sein.

24 September 2006

Wovor habt ihr Angst?

Zwei von drei Schweizern wollen also die Ausländer und Asylbewerber mit menschenverachtenden Mitteln vertreiben. Und in einem derart beschissenen Xenophoben Land bin ich zuhause. Mir graust es. Ich mag nicht mehr. Das war das Ende meiner politisch aktiven Zeit. Ich mach mich nicht länger zum Trottel und stimme ab. Tschüss du schöne verlogene Politik. Das System Schweiz ist gescheitert. Dank jenen, die immer so sehr auf Schweizer Werte pochen. Ich schäme mich zutiefst für dieses widerwärtige ausländerfeindliche Abstimmungsresultat. Und alle jene die den grauenvollen Vorlagen zugestimmt haben: Fickt euch. Vor lauter Luxus, verliert ihr die wirklichen Probleme aus den Augen.

22 September 2006

Steuergeschenke für Reiche

Die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat will einmal mehr sich, pardon die Unternehmer, von der ach so fiesen Steuerlast erleichtern. Mit dem sogenannten Unternehmenssteuergesetz soll reichen Idioten die Steuer auf fetten Dividenden-Gewinnen erlassen werden. Profitieren sollen nur die, die mindestens 10 Prozent Aktien eines Unternehmens haben. Also die Superreichen. Fanatische Geld-Lügner wie Gerold Bührer (FDP/SH) reden sich den Mund fuselig für den asozialen Scheissdreck. Das so eingesparte Steuergeld werde wieder in der Schweiz investiert, lügen sie gerade heraus.

Im Herbst 2007 sind Wahlen. Höchste Zeit, die fetten Geldsäcke und dreckigen Lobbyisten zu verjagen und ein soziales Parlament zu wählen. So kann und darf es nicht mehr weitergehen. Und wer nicht wählen geht, soll sich dumm und dämlich zahlen!

21 September 2006

Herumbernern

Hier in ZH sagen böse Menschen mir ja nach, dass ich ein Berner bin. Dabei bin ich ein Bastard. Echt wahr. Aber egal, denn ich habe heute ein neues Verb kreiert, das es leider nicht mehr in die aktuelle Ausgabe des Dudens geschafft hat: Herumbernern.

Gemeint ist damit das langsame sinnentleerte Herumschlendern und im Weg rumstehen. Das können Berner nämlich von Geburt auf und wers nicht glaubt, der soll mal versuchen in der Stadt Bern schneller zu laufen als es sich an einem Trauermarsch gehört. Geht nicht. Denn überall stehen Berner im weg. Die eben nichts anderes tun als herumbernern.

Das will keiner sehen

Aber manchmal kommt Mann nicht drumherum und muss Wasser abschlagen. Aber wenn es dann so aussieht, wie auf den sprichwörtlich verschissenen Toi-Toi-Plastik-Toiletten auf dem Kanzlei-Areal, vergeht einem der Harndrang.

17 September 2006

Schiffbau-Modeschau

Heissa war das lustig: Im Schiffbau sitzen und Schuhe & Beinkleider der Leute taxieren. Und ich darf mit Fug & Recht behaupten: Es gibt viel wüste Sachen, die durch Zürich schlurfen.

Fressen für die SVP

Das Schiffbaufest wäre ein gefundenes Fressen für die Hetzer von der SVP gewesen: Da feiert halb Zürich in einem mit Kultur- und sonstigen Millionen subventionierten Kunsttempel zu was? Jawoll, in erster Linie zu Balkanbeats. Und die Leute hatten sogar viel Spass dabei. Was leider wohl nichts daran ändert, dass die SVP ihren fremdenfeindlich Abstimmungskampf gewinnt und dioe Schweiz sich für ihre Haltung gegenüber Ausländern schämen muss. Da kann die olle Silvia Blocher noch lange betonen, dass sie nichts gegen Ausländer hat, schliesslich hat sie auch Freunde von ennet der Grenze und – ACHTUNG – eine ausländische Haushälterin. Hoffen wir für Blochers, dass die gute Seele nach dem 24. September nicht ausgeschafft wird.


Apropos Ausländer: Die EU und vor allem Spanien leiden ja ganz gewaltig unter dem Flüchtlingsstrom aus Afrika. Damit diese nicht das Ferienparadies auf den Kanaren beschmutzen, sollen sie vor der Küste Senegals abgefangen werden. Das macht bestimmt Sinn. Anstatt dass die armen Afrikaner eine Woche lang unter sengender Sonne übers Meer schippern, schickt man sie auf dem Landweg ins Verderben. Denn wer ums verrecken (in diesem Fall stimmt das leider allzu oft) aus seiner Heimat weg will, um in Europa das vermeintliche Glück zu suchen, wird sich nicht von Überwachungsflügen abschrecken lassen. Insofern verdient die EU für ihre umsichtige Migrationspolitik einen grossen Applaus. Vielleicht merken die Fettärsche in Brüssel dann mal, dass sie das Problem so nicht lösen können. Aber das ist halt einfacher, als absurde Handelsbarrieren nieder zu reissen.

16 September 2006

Schöne Aussicht



Wer weiss, wo das ist, weiss, wo ich ab und zu bin.

Stiefelmann


So Zeug lichtet man ab, wenn der Abend spät ist und der Alkohol seine Wirkung tut. Schön.

Wie das?



Wer zur Hölle schreibt in (m)einem Lieblingsklub solche Bandnamen an die Klowand?

Funktionslos

Szene: Bäckeranlage (Zürichs Beiz mit der langsamsten Bedienung). Zeit: Samstagnachmittag. Wollte nur schnell einen Kaffee trinken und den Spätsommer geniessen. Einfach so. Ohne irgendwas dazu. Dann fällt mir auf: Ich bin der einzige, der völlig funktionslos rumsitzt. Alle anderen lesen entweder Zeitung, tippen auf dem Handy herum oder beschäftigen sich mit ihre Kids. Aber nichts tun, tut niemand. Wieso nicht?

15 September 2006

Microsoft mit einer miesen Kopie

Der ZUNE von Microsoft: Irgendwie ähnlich wie der iPod – aber bei weitem nicht so cool gestaltet.


So schafft das Microsoft nie! Da lanciert der Software-Gigant mit grosser Verspätung einen MP3-Player, der zwar dem iPod ein bisschen ähnlich sieht, aber irgendwie grobschlächtig und tölpelhaft kopiert wurde. Ausserdem hat das Ding eine 30 Giga-HD – worüber iPod-Besitzer lachen können – und ist nicht videotauglich. Wenn man schon Ideen kopiert und lukrative Märkte erobern will, dann bitteschön mit Stil.

MySpace gleich MySpam

Da loben Dutzende Technik- und Internetbegeisterte Menschen ja diese MySpace-Seite. Super Sache sei dies und ach so toll und lässig. Ein Scheiss ist das! Sage ich. Denn ich erhalte dauernd Spam von irgendwelchen beschissenen Sex-Cams. Ich will das nicht. Und ich verzichte deswegen künftig auf MySpace.

13 September 2006

Dresscode

In meinem Haus gibt’s ein Architekturbüro. Eigentlich nicht weiter schlimm. Auch wenn Freund F. meint, dass es sich bei Architekten um eine ganz schlimme Sorte Mensch handelt (womit er angesichts von 99 Prozent aller Neubauten wohl leider recht hat).

Dieses Büro feiert nun ein Fest und hat mich notgedrungen auch eingeladen. Was auch nicht weiter schlimm wäre. Hätten sie bloss nicht auf der Einladung vermerkt: «Dresscode: Casual». Was sind dies bloss für geistig verarmte Menschen, die ihren Gästen einen solchen Scheissdreck zumuten? Haben Sie Angst, dass jemand Overdressed kommt. Vielleicht im bunten Hemd, statt in der schwarzen Architekten-Uniform?

Altersresidenz Seefeld

Nein, ich werde es nie verstehen was die Leute am Seefeld so toll finden. Mir gefällt es dort nicht. Es ist eine Art Altersresidenz für Yuppies und die sympathischsten Menschen sind eigentlich fast die Penner am Bellevue. Die paar wenigen Ausnahmen bestätigen bloss die Regel.

Vorsicht Touristen auf Velos

«Züri rollt», heisst die umweltfreundliche Variante für Touristen und Gäste dieser Stadt. Eine gute Sache. Eigentlich. Denn man kann gratis ein Velo oder sonst einen fahrbaren Untersatz mieten, der mit Muskelkraft betrieben wird und damit die Stadt erkunden. Dumm ist nur, dass die Leute dann durch die Stadt fahren ohne die geringsten Kenntnisse über hiesige Gepflogenheiten. Das führt oftmals zu sehr abenteuerlichen Ausweich- und Bremsmanövern. Am Schlimmsten ist es diesbezüglich am Utoqaui. Ein Ort den ich geflissentlich zu meiden suche. Ausser ich muss dort meine Brötchen verdienen. Und das ist doch recht oft (leider).

Doofe Offroad-Weiber!

Und dann sind da diese wirklich oberdoofen Goldküsten-Weiber mit ihren Scheiss-Offroad-Karren. Angeblich fühlen sie sich ja in den riesigen Autos sicherer. Leider gilt das nicht für Fahrradfahrer. Denen kommen sie mit ihrem Jahreslohn unter dem fitness-getrimmten Arsch gefährlich nahe. Es wäre für alle besser, wenn man ihnen die Porsche Cayennes und Konsorten wegnehmen würde.

12 September 2006

Lieblingstier


Der Herr Zulu hat ein neues Lieblingstier. Den Ameisenbären. Zar wollte das stolze Männchen partout nicht stillhalten fürs Föteli. Trotzdem ist der Kerl einfach süss.

06 September 2006

Verlogene Musikindustrie

Das ist mitunter etwas vom Zynischsten, was ich seit langer Zeit gehört habe: Mit Gratis-Musik soll den illegalen Tauschbörsen begegnet werden. Universal-Music (Marktanteil über 30 Prozent) und EMI (Marktanteil fast 15 Prozent) bieten ihr Repertoire über den Internet-Dienst SpiralFrog.com gratis zum Download an. Ab Dezember in den USA und Kanada, später dann auch in Europa.

Kostenlos ist es nur in Sachen Geld. Wer das Angebot nutzen will, muss sich nämlich in Geduld üben. 90 Sekunden dauert der Download eine einzelnen Songs. Damit es der Kundschaft während dieser Zeit nicht langweilig wird, werden Werbefilmchen eingespielt. Diese werden die Zielgruppe – Teenager im Alter von 12 bis 15 Jahren – sicherlich mit kaufrelevanten Botschaften zumüllen.

Ausserdem müssen sich die Schnäppchenjäger im Gratismarkt der grossen Musiklabels mindestens einmal im Monat bei SpiralFrog einloggen. Sonst spielt die Musik nicht mehr. Diese kann übrigens auf den PC heruntergeladen und auf MP3-Player gespeichert werden. Aber der beliebtesten Player – Apples iPod – wird nicht unterstützt.

Und mit so einem Angebot, so glauben die Buchhalter bei den Multis, sollen die Kids von den Tauschbörsen weggelockt werden. So man «die von Online-Piraten entführten Verbraucher» zurückgewinnen, sagte EMI-Chef Roger Faxon heute bei der Bekanntgabe der Zusammenarbeit.

Da werden sich die Plattenbosse aber noch wundern. Das bringt keinen bösen Raubkopierer zurück auf den Weg der Tugend.

Dafür müsste die Musikbranche schon eher mal wieder gute Musik produzieren, die das Geld wert ist. Und natürlich auch endlich die CD-Preise senken. Die sind nämlich seit der Einführung 1981 auf gleich hohem Niveau (Nein, ich spreche nicht die Ex-Libris und MediaMarkt «Geiz ist geil»-Kunden an!). Ausserdem – für die jungen Menschen da draussen, kostete mit der Einführung der CD ein Album gleich 50 Prozent mehr als eine LP. Diese gabs nämlich amigs noch für 20 Stutz.

Und soll mir bloss keiner mit der besseren Qualität der Compact Disc kommen. Ich weiss nicht viel. Aber davon versteh ich was. Also Maul halten.

04 September 2006

Irgendwie doof

Bis fast um 23 Uhr im Stollen sitzen und Dinge in den Compi tippen. Danach ist man zu Hause so aufgedreht, dass an Schlaf nicht zu denken ist. Also tippt man weiter Dinge in die Kiste. Dabei ruft schon bald wieder das Büro. Aber so funktioniert der Kapitalismus: Viel Arbeit, verteilt auf wenig Leute. Die macht man dann so kaputt, dass der Widerstand bricht. Bisher ist es noch nicht gelungen. Aber irgendwann werde auch ich kapitulieren.

Ziemlich dreiste Idee

Da kommt mir gerade folgende Szene in den Sinn. Bei uns im Betrieb ist es Usus, den Geburtstagskindern eine Karte und eine Gutschein zuzustecken. Das zahlt die Firma. Karte und Gutschein sind immer genau gleich. Aber wenn der Scheff. Also der oberste, der der mindestens zweieinhalb mal soviel Kohle macht, wie das arbeitende Fussvolk, Geburi feiert, nimmt die Karte plötzlich ein XXL-Format an und ein Kässeli geht um. Wir haben das erfolgreich boykottiert. Wenigstens herrscht nun in dieser Sache Gleichstand mit der Armani-Fraktion.

Verpiss dich

Gegen 200'000 Menschen haben sich am Langstrassenfest vergnügt. Das ist schön. Vor allem war das Wetter ja auch mal wieder toll. Mir war das bis am Sonntagmorgen egal. Ich habe davon nichts mitgekriegt. Aber nun machen sich unangenehme Düfte im Hof breit. Von den 200'000 haben wohl 2000 bei uns im Hof ihre Blase erleichtert. Es stinkt wie am Bellevue nach der Streetparade. Deshalb hier ein herzhaftes: Verpisst euch! Beim nächsten Langstrassen-Dings zum Beispiel in den Toi-Toi-Parks, die extra für diesen Zweck aufgestellt wurden.

Aprpopos Toi-Toi. Das sind ja diese Ekel erregenden Plastik-Scheisshäuschen. Solche haben sie nun auch auf dem Kanzlei-Areal hingepflanzt. Der alte WC-Wagen war wohl nicht mehr fein genug. Aber diese Dinger aus einem Guss sind nun wirklich echt Scheisse.

25 August 2006

Rauchverbot

Nun sollen also auch die Schweizer Beizen rauchfrei werden. «Bravo!» rufen penetrante Gutmenschen. Schliesslich ist Tabak tödlich und Rauch stinkt. Man mag all die Argumente gutheissen. Man mag auch als Raucher eine rauchfreie Bar geniessen. ABER ich mag die gottverdammten intoleranten Kommentare der Befürworter nicht verputzen. Ihrer Argumentation zu Folge müsste man fette Menschen auf Zwangsdiät setzen und SUV-Fahrer erschiessen, und, und, und.

Denn auch dies ist alles gefährlich, schädlich, teilweise tödlich und es verursacht Kosten für die Allgemeinheit.

Also, ihr lieben Nichtraucher: Denken bevor ihrs Maul aufmacht!

23 August 2006

Dicke Mädchen beim Namen nennen


Entdeckt und für saugut befunden. Das waren die zeiten, als man Mädchen noch nach ihren Attributen benannte (im Kreis).

18 August 2006

Welche Taste soll den weg?

Da der Beitrag Weg mit der Caps-Lock-Taste ein paar lumpige Kommentare generiert hat und auch ausserhalb meines Bloggerlebens für Gesprächsstoff sorgte, frage ich hier: «Welche Taste soll sonst noch verschwinden?»

17 August 2006

Siechen-Schiff

Früher gab es ja die Siechenhäuser. Für arme, kranke Leut, denen der Herr Doktor nicht mehr helfen konnte. Heute, mit den immer reicheren Pensionären und dem verfickten Drang nach dem ewigen Leben, beitet Kuoni das Gesundheitsschiff an. Sieben Tage lang übers Mittelmeer schippern, sich von allen erdenklichen Ärzten alle möglichen Krankheiten aufschwätzen lassen und danach fit und munter wieder ab nach Hause. Zur Spitex-Schwester. Das nenn ich Fortschritt.

Weg mit der «Caps-Lock»-Taste!

Das ist ein super Idee und drum unbedingt unterstützungswürdig: Die doofe Feststell-Taste oder eben «Caps Lock» braucht kein Schwein. Nie. Für Nix. Sie ist komplett überflüssig und stört obendrein noch. Denn allzu oft tippt man sie aus Versehen an UND DAS SIEHT ALLES SO SAUMÄSSIG WÜSTA AUS. Darum weg damit. Mehrt dazu unter: wired.com

15 August 2006

Laute Scheissmusik

Lärmempfindlich bin ich nun wirklich nicht. Ich konnte sogar wunderbar einschlafen, als rund um mein Haus, durchgeknallte Italiener den unverdienten Sieg ihrer Fussball-Nati gegen die unsympathischen Franzosen behupt haben. Aber was mein neuer Nachbar gestern bot, war zuviel für meine Nerven. Hört der doch bis um zwei Uhr früh extrem blöde Musik. Es polterte und klang wie eine Mischung aus Supertramp und Marillion. Dafür gehört dem Typen die Stereo-Anlage beschlagnahmt. Nicht wegen der Lautstärke. Wegen der Musik!

14 August 2006

Ich will im Tram rauchen!

Seit heute ist Chile rauchfrei. Was nicht weiter schlimm ist, denn ich will weder nach Chile, noch ist es neu. Die Hetze gegen Raucher haben die (Achtung böses Wort) Gesundheitsfaschisten sich schliesslich weltweit auf den Plan geschrieben. Was aber besonders an der Meldung ist, ist die Tatsache, dass die Chilenen nun auch im Bus nicht mehr am Glimmstengel ziehen dürfen. Im BUS! Das nenn ich noch Rauchkultur. Ich verlange deshalb sofort ein Raucherabteil in den Zürcher Trams und Bussen! Schliesslich ist hier der Nikotinkonsum noch nicht mal in der Beiz verboten. Und im ÖV fressen ja andere ja auch ihre stinkenden Kebabs. Dann kann ich auch paffen.

Apropos Rauchen. Es gibt eine Blog der sich für uns Raucher sehr gepflegt ins Zeug legt: The Ashtray Collection. Ansurfen und mitmachen.

Happy Birthday SchimpfundSchande

Sodeli. Ein Jahr bloggt und schimpft SchimpfundSchande nun genau. Viel Schmarren wurde gepostet und viel Übles aufgelistet. Eine gewisse Müdigkeit machte sich breit. Aber von Altersmilde keine Spur. Es gibt (noch) zu viele Missstände auf dieser Welt und ab und zu soll hier darüber berichte werden. Kuchen und Kerzli gibt’s nicht. Geschenke bitte an louderthangod[at]gmail.com. Merci.

Tsüri-Chicks

Endlich ist es wieder kalt genug für hunderte absolut identisch aussehender Zürcher Frauen zwischen 16 und 32 um ihre Röhrli-Jeans in ihre Stiefel zu würgen. Um ihre kurzen Jäckchen über ihre in drei Lagen getragenen T-Shirts zu ziehen und dennoch ein Stück Bauchhervorblitzen zu lassen. Schön ist es nicht. Modisch wohl auch nicht mehr. Aber sie halten eisern daran fest. Hoffentlich kommt nochmals der Sommer. Ich mag mir das nicht zehn Monate im Jahr ansehen.

«So läss»


Nachdem ich mich halbwegs vom unglaublich dummen Geschwätz des Swiss-Date-Moderator Joel Gilgen (siehe Bild) auf Tele Züri erholt habe, kann ich mich nun über diesen erbärmlichen Menschen auslassen.

Der Typ wurde anlässlich der Street-Parade-Moderation nicht müde immerfort zu beschwören, wie unglaublich gut, lässig, toll, friedlich, heiss, ausgelassen, aufgestellt und bunt die diesjährige Strassenparade der kostümierten Vollidioten war.

So viele positive Attribute für einen Anlass, der bei Regen und Kälte um das Seebecken bum-bummte, kann sogar SchimpfundSchande nicht vertragen. Darum lieber Joel: Maul halten!

Noch ein ganzes Stockwerk weiter oben in der Nerv-Etage, war allerdings der Tele-Züri-Techno-Szenenkenner, dessen Name mir leider entfallen ist. Dieser stand hart an der Front und versuchte den Zuschauern die verschiedenen Stile der Parade zu erklären. Ich habs nicht kapiert.

02 August 2006

Ich will den Sommer zurück

SchimpfundSchande kann wieder mal fluchen. Es ist so, dass ich bei über 30 Grad und Dauersonne einfach nicht schimpfen kann. Denn dann ist es - nein, nicht zu heiss lieber Leser - sondern ganz einfach zu schön, um schlecht drauf zu kommen.
Aber das Wetter – oder wie immer man den unentschlossenen Zustand der letzten zwei Tage nennen will – macht mich hässig. Ich will meinen Sommer zurück. Ich will Tagestemperaturen von über 30 Grad und warme Nächte, ich will Trockenheit und ich will Sonne pur!

16 Juli 2006

Arbeit verbieten

Das ging ja wieder mal fix: Zack und das Wochenende ist tschüss. Morgen wieder in das klimatisierte Büro wos nach allerhand Sachen riecht, die man eigentlich nicht wahrnehmen möchte. Fünf Tage druchhangeln und so tun als sei man fleissig. Am Abend kaputt noch schnell ein Sprung ins Wasser und dann die Bullenhitze bis in die späte Nacht langsam abklingen lassen. Das geht an die Substanz. Und deshalb sollte bei diesem Wetter arbeiten definitiv verboten werden.

Spassbremse Gutzwiller (Pfui)

Es ist heiss. Und das ist gut so. Aber bereits warnen die ertsen Leuteb vor den Folgen der Hitze. Vor allem der Miesepeter vom Dienst, FDP-Nationalrat und Präventivmediziner Felix Gutzwiller macht auf Panik: «Bei so grosser Hitze ist es absolut wichtig, dass man vorsorgende Massnahmen trifft und sich schont», sagt die Spassbremse im SonntagsBlick.

SchimpfundSchande warnt nicht, hat aber nützliche Tipps auf Lager:
  • Wer für seine Arbeit im Anzug erscheinen muss: Kündigen und ab in die Badi.
  • Möglichts coole Kleidung tragen. Und ab in die Badi.
  • Direkt nach dem erfrischenden Bad: Im Schatten ein paar Bierchen zwitschern.
  • Und vor allem: Den Sommer geniessen. Schliesslich haben wir in der Schweiz während rund 300 Tagen Scheisswetter.

    Ach noch was: Lass dein gottverdammtes Scheissauto (auch den Töff) stehen. Und Gutzwiller soll endlich die Schnauze halten. Alles, was ein bisschen Spass macht, macht der Stänkerer mies.
  • 15 Juli 2006

    Sommer-Schaden

    Seit rund vier Wochen ist so richtig Sommer: Sonne, Hitze, gute Laune. Das ist super. Das ist schön. Nicht schön sind die extrem hohen Schadstoffwerte. Dass während der WM hirnlose Fans ihrer Freude nur mittels hochtouriger Autofahrten und dummen Hup-Orgien Ausdruck vermitteln konnten, mag man mit dem nicht vorhandenen IQ dieser Menschen grosszügig entschuldigen.

    Dass aber nach wie vor unglaublich viele Menschen ihrer unnötigen Lust auf motorisierte Fortbewegung angesichts penetrant hoher und dauerhafter Schadstoffbelastungen nachgehen, ist inakzeptabel. Und dass nun einzelne Kantone die unverbesserlichen Auto-Trottel mit vergünstigten Abos zum Umsteigen auf den ÖV bewegen wollen, ist zwar eine nette Idee. Aber für all jene, die NIE in einem Scheissauto umherfahren und den viel zu hohen Preis für Bus, Tram und Zug murrend entrrichten, ist es ein Tritt in den Hintern.

    11 Juli 2006

    endlich…

    … ist der scheiss vorbei, wirklich gut war es ja eh nicht, und ausser in italien interssiert das für ein paar jahre nun niemanden mehr. die raser fahren nicht mehr hupend schritt sondern überland schnell und die langstrasse ist wieder frei für den alltäglichen wahnsinn. gut so.

    27 Juni 2006

    mich nerven …

    …diese immer nur angedeuteten gewitter. da wird einem abkühlung durch den mund, oder besser, über die vor hitze gekräuselte nackenhaut gezogen, und was rauskommt sind verschärfte schwülitäten. soll das bisschen regen doch oben bleiben und mir nicht den sommer wässrig machen.

    19 Juni 2006

    äh… (klingonische signale)

    bekifft schreiben ist nicht einfach. aber es geht und ist gar ein schönes mechanisches erlebnis. in der schule glaubte ich, mit elegantem strich zu kopieren, was der lehrer an die tafel schrieb, und konnte es danach nicht lesen. heute gleiten die finger flink über die weiche tastatur. ich mache nicht mehr fehler also sonst, doch muss ich ein wort korrigieren, verzettle ich mich und schreibe unerdenkliche varianten in keinerlei sprache vorkommender buchstabenfolgen. setze ich aus und brüte über dem nächsten wort, dem nächsten satz, vergesse ich schnell, was ich eigentlich wollte und muss nachlesen. so komme ich nirgends hin. es wird tage dauern, eine seite zu füllen – auch wenn das nicht das ziel ist. vielleicht sollte ich mir zuerst über dieses klar werden. ich wollte also einfach drauf los schreiben, vielleicht mit dem hintergedanken, dass es plötzlich aus den fingern, statt aus dem kopf fliesst. aber diese gleiten jetzt schon nicht mehr so geschmeidig, die wirkung scheint nachzulassen. allerdings könnte das ein zeichen sein, dass es bei den ersten sätzen funktioniert hat, dass die finger selbständig schreiben. wenn ich jetzt dazu noch schlafen oder fernsehen könnte, wäre das natürlich eine ganz tolle entdeckung. und ausserdem sehr praktisch. könnte ich einhändig schreiben, wäre es sogar noch praktischer, weil ich dann eine hand frei hätte. ich könnte zähneputzen, autofahren, krieg führen, mit der andern hand…, wenn die eine was schreibt, das…, oder, und das wäre das allerpraktischste, etwas anderes schreiben. ich könnte einen text von vorn und hinten, einen liebes- und einen geschäftsbrief oder, wenn zum beispiel meine linke hand chinesisch könnte, eine übersetzung gleichzeitig schreiben. eine kunst wäre es, einen geschäftsbrief zu schreiben, der übersetzt ein liebesbrief wäre. dafür wäre ein preis fällig. für freestyleübersetzungen sind preis jedoch selten und sprachkenntnisse im prinzip unnötig. es gibt leute, die behaupten, shakespeare habe nicht gedichtet, sondern klingonische signale übersezt. mag sein, aber gar nicht schlecht hat er das gemacht und sicherlich freestyle. das wars jetzt wohl schon wieder, obwohl die sache mit dem schluss immer so eine sache ist. da bin ich meist fix zur tür raus, also bevor der schluss sitzt. ist nicht schlimm, denn wer liest schon bis zum schluss, aber schade natürlich trotzdem, weil rund tut gut. womöglich fällt mir etwas ein, wenn ich inzwischen erwähne, dass hier, während ich vorhin weg war, so ganz kleine luftige kügelchen reingeweht wurden. aber nur auf den tisch und das ist doch seltsam. ich wollte so ein kügelchen zwischen fingernägeln zerdrücken, um es in beschaffenheit und gefahr, die es für mich darstellen könnte, etwas abzuschätzen, aber es war so luftig, dass es sofort wieder seine kügelchenform annahm. jetzt liegen die dinger auf dem boden. und als ich schrieb, dass ich eben kurz weg war, da kam mir in den sinn, dass ich in dieser zeit einmal mehr jene mich immer wieder fröhlich stimmende entdeckung gemacht habe, dass frauen in stögis auf dem rennvelo ein gar reizender anblick sind. doppelplus, sozusagen. da dem nichts mehr hinzuzufügen ist, kann man es wohl als gelungenen schluss betrachten. punkt. aus. vorbei. punkt. punkt. puuuunkt. p. u. n. k. t. kt. kt. unkt. bei prince ist das nicht mal das intro zu einem schluss. zumindest war das mal so. da ging der schluss länger als der song. eine elegante lösung wäre, den schluss mit dem zirkel zum anfang hin zu biegen. wenn ich dafür ein paar zeilen brauche, komme ich unterwegs in der mitte vorbei bei der vollen seite, also mehr eine acht als ein kreis aber auch mit rundung. die einfachste möglichkeit wäre jetzt, lapidar hinzuwerfen, dass ich noch eins rauche. das wäre allerdings gelogen und dies will ich meinen fingern nicht antun. vielmehr werde ich mich langsam auf den weg machen, um zuhause spargeln zu kochen. dazu gibt es mayo, weil sosse kann ich nicht. sicher hatte ich aus der kochschule ein rezpet für was immer man zu spargeln macht. aber das dürfte ich weggeschmissen haben, weil ich es wohl nicht lesen konnte.
    was das ganze mit fussball zu tun hat? – nichts.

    18 Juni 2006

    Schweig, Szene-Tussi

    Sie sahen aus, wie Zürichs Frauen zwischen 20 und 30 aussehen: Zu dünn, zu aufgedonnert, mit langen, zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haaren, vorne ein Pony mit Seitenscheitel. Und irgendwer muss den beiden Frauen – trotz starkem Ostschweizer Akzent hörbar auf Zürcherin machend – gesagt haben, dass Fussball-WM ist und das es cool ist, sich in entsprechende WM-Bars zu begeben.

    Was die beiden doofen Trinen denn auch taten und just während 90 Minuten amerikanisch-italienischer Schlacht hinter mir standen und das Spiel kommentierten. Dabei kamen sie sich besonders witzig vor, sich über den absolut fantastischen Kommentator Béla Réthy vom ZDF, herzuziehen, der ihrer ostschweizerisch geprägten Meinung nach, des italienischen ebenso wenig mächtig ist, wie sie dem Züri-Deutsch.

    Dass sich die beiden anorektischen Dummchen auch sonst durch sehr fachliche Beiträge hervortaten, versteht sich von selbst. Sie haben wohl die Event-Kultur verinnerlicht, von Fussball aber keine Ahnung. Drum schweig. Szene-Tussi.

    14 Juni 2006

    Läck, so schlimm

    Guckt mal diese abgelatschen und eher nicht so schönen Schuhe. Und erst noch die viel zu lange Hose. Wer mag wohl so nachlässig rumlaufen?



    Nein, es ist nicht irgendwer. Auch nicht ein Girlie, das auf schick macht. Es ist unsere neue Bundesrätin.

    Sorry Keystone fürs Klauen dieser Foto. Es musste einfach sein.

    Und sie schaffen es doch

    Es gibt ja einige geflügelte Sprichworte zur deutschen Elf. Sie scheinen alle zu stimmen. In der letzten Sekunde gewinnen, das kann nur der FCZ. Und das nur selten. Aber Deutschland hat 90 Minuten sehr gut gespielt. Dennoch hoffte man, dass es beim Unentschieden bleibt (Schweizer halt...). Na ja, es hat nicht sollen sein. In dem Fall hat der Kampfgeist gesiegt und sonst wer muss Klinsis Jungs vom Platz fegen.

    Kollateralschaden

    Bush in Bagdad? Da kam mir ganz schnell ein sehr böser Gedanke: Dort wo täglich Dutzende getötet werden, weil eben dieser Bush einen Krieg gestartet hat, dort hätte man auch den US-Präsidenten verschwinden lassen können. Als Kollateralschaden sozusagen.

    13 Juni 2006

    Wieso Werbung?

    Generell müsste man sich bei der untenstehenden Diskussion Links oder Rechts? auch mal fragen, wie viele Blogger Links anklicken und sich aber bei ihrem tun neben einem bisschen Ruhm auch ein bisschen Geld von den unschönen Google-Ads erhoffen. Nur so als Stichwort links, unabhängig etc...
    Die meisten dürften doch wohl eher nerdmässig unterwegs sein und einfach so bloggen. Wieso also Werbung. Noch dazu von einem globalen Mega-Konzern?

    Links oder rechts? Die Umfrage

    Bei BenkösBlog gesehen und für interessant befunden: Wo steht die CH-Bloggerszene politisch?







    Create polls and vote for free. dPolls.com






    Wobei mich das Resultat sehr schöngefärbt dünkt. Denn wenn man so rumguckt, wird doch allerhand komisches Zeug gepostet, so dass die politische Ausrichtung der Blogszene doch eher in die Mitte tendiert und teilweise auch rechte Züge annimmt.

    Ein Frage, die sich SchimpfundSchande übrigens schon im vergangenen Dezember gestellt hat. Die Kommentare waren recht interassant....

    12 Juni 2006

    WM-Hupen

    Mit dem Auto durch die Langstrasse rasen, dummes Zeug aus dem Seitenfenster oder schlimmer noch, aus dem offenen Dachdings rufen, und dazu hupen was die Karre hergibt. Das hat sich leider seit langer Zeit eingebürgert. Diese Art von Freude zeigen scheint mir nicht nur sehr unpässlich sondern ganz einfach dumm. Es sind dann jene Momente, wo ich mich wieder einmal frage, wieso es reicht zwei Füsse und Hände zu haben, um ein Auto fahren zu dürfen.

    Müssten die luftverpestenden Leasing-Idioten auch noch einen Intelligenztest machen, wären die Strassen fast leer. Und das wäre ein enormer Gewinn für diese Welt.

    Die WM-Hölle

    Ich weiss nicht wie man beschaffen sein muss, damit man den «Sport Palast» auf der Zürcher Sechseläutenwiese aushält. Jedenfalls muss man sich und seine Mitmenschen mit ziemlich unkritischen Augen betrachten und auch sonst gegenüber dem Leben eher gleichgültig sein, um in dieser WM-Hölle zu landen: Menschen, die ohne äusseren Anlass nicht lachen können, keine Freude verspüren und vor allem keinen Humor besitzen, besetzen dort die Sitzplätze und jubeln auf Kommando los. Besonders originelle Exemplare schmücken ihr farbloses Leben mit lustigen Perücken und schminken sich in den Farben ihrer Lieblingsteams. Mitteilungshungrige drücken auf mitgebrachte Presslufthupen und machen mit dummen Zwischenrufen auf ihr ausdruckloses Leben aufmerksam.

    Wenn solche Dinge verboten wären, wäre diese Welt um gar rein nichts ärmer.

    P.S. WM gucken an einem öffentlichen Ort könnte vielleicht auch lustig sein. Doch auch mein Versuch in einer anderen WM-Bar – die eigentlich ganz okay ist und hier sehlab geheim bleibt – scheiterte an ausserordentlich mitteilungsbedürftigen Menschen, die nichts Besseres wussten als 90 Minuten lang, das bisher beste Spiel (Argentinien-Elfenbeinküste) mit Belanglosigkeiten zu verschwätzen.

    WM – Wandern, Marsch


    Schön wars. Ein bisschen anstrengend auch. Aber das steckt Mann und Frau ja locker weg. Über den Pfannenstiel gings nach Männedorf und dann mit Volldampf in die schöne Stadt zurück. Dazwischen mussten das Wandergrüppli grauenvollen Gefahren trotzen: Im Laufschritt durch den Wald am Pfannenstiel (dort soll ja einen Wolf geben).

    Läck, so hoch

    oben waren wir. Weit über der Baumgrenze (na ja, zumindest ist der Turm oberhalb der Wipfel).

    Pusteblume

    Idiotenschild

    Schiessen ist scheisse und solche Schilder noch viel mehr. Abr da sieht man, wie gefährlich eine Wanderung über Land ist.

    Genuss pur

    Leider fast nur noch in Beizen ausserhalb zu finden und deshalb ein Bildli wert:

    So schöne Dinge

    sieht man, wenn man mal das Haus verlässt.



    Dampfschiff Stadt Rapperswil.

    WM-Kühlschrank

    Die Spiele mögen beginnen. Man ist gerüstet.

    09 Juni 2006

    Halbgebildet aber Meinungsstark

    Kennen Sie auch solche Mitmenschen: Sie behaupten, bleiben stur, pochen auf ihre Meinung. Und noch wenn es schwarz auf weiss vor ihnen liegt, dass sie Käse erzählen, weichen sie nicht ab. Ich kenne jemanden, der genau so ist. Und manchmal denke ich nicht sehr schöne Sachen über diese Person.

    Zweiter WM-Hass

    Deutschland gewinnt mit Glück. Muss man so sagen. Auch wenn die Deutschen die ganzen 90 Minuten viel besser gespielt hatten, sie haben Schwein(i) gehabt. (schönes Wortspiel, gell). Aber wer von drei Schüssen aufs Tor, zwei reinlässt hat ein Problem. Und wer nach dem gewonnen Spiel minutenlang über mögliche Abseitspositionen diskutiert ist ein schlechter Gewinner, der um die Schwäche seiner Abwehr weiss. Deshalb: Pfui, Pfui, Pfui.

    Erster WM-Hass

    Ich wollte es nicht, Ich habe sogar extra erst auf Anpfiff die Glotze angestellt. Doch dann habe ich trotzdem hingeschaut. Nicht ein Mal weg gezappt. Und schon jetzt hasse ich diese Werbe-Spots, die nun während der ganzen WM, vor und nach jeder Halbzeit immer wieder auf mich niederprasseln und sich in mein Hirn fressen.

    08 Juni 2006

    Fussball-Sauglattismus

    So. Morgen geht’s also los. Dann wird sich die WM-Euphorie wahrscheinlich noch unerträglichere Ausmasse annehmen. Hurra-Patriotismus aus allen Herren Ländern wird sich über die Langstrasse legen und unappetitliche, stark alkoholisierte Menschen werden durch Zürich wanken und «Fussball-Feste» feiern. Es ist die Sorte Mensch, die auch sonst auf Kommando trinkt und lustig ist. Etwa an der Fasnacht, an Sylvester oder doofen Strassenfesten. Dieses Jahr werden sie sich zudem in tausendundeiner WM-Bar mit ihrem Sauglattismus auf den Füssen rumstehen und die Sitznachbarn mit ihrem Expertenwissen voll labern.

    Da lob ich mir meine Wohnung und meinen TV-Apparillo. Schön brav zuahuse gucken, Freude haben, leiden, mich ärgern und nach dem Schlusspfiff mit «Hopp-Schwiiz»-WC-Papier den Arsch abwischen.

    05 Juni 2006

    Es geht voran

    97'063 Zeichen, 2183 Zeilen oder 61 A4-Seiten lang wurde der erste Text zu einem grösseren Ding. Der Anfang ist gemacht, jetzt muss es zügig weitergehen.

    Es geht um die Frage: Beeinflusst Musik den Charakter?
    Tipper Gore befürchtet es, die Wissenschaft beweist es, einige Fans behaupten es. Andere glauben, Musik sei nur zufälliger Soundtrack des Lebens. Ein Versuch die Musik-Mensch-Werdung zu beschreiben.

    Wie wird Mensch Musikhörer? Wie wird der Hörer zum Fan? Wie beeinflusst das Gehörte den Empfänger? Diese Fragen waren Anlass für diesen Text. Angestachelt durch eine wissenschaftliche Arbeit, die den Zusammenhang zwischen musikalischen Vorlieben und Charaktereigenschaften untersucht hat und der Feststellung, dass mein selbst gewähltes Umfeld eine sehr ähnliche musikalische Sozialisation hinter sich hat und deren Leben von ähnlichen Wertvorstellungen geprägt ist.

    Gute Musik für liebe Menschen



    Was man lieben Menschen zu einem besonderen Tag aufnehmen sollte:

    1. DEATH CAB FOR CUTIE We Laugh Indoors (Live)
    2. H.P. ZINKER Take Five
    3. MELVINS Lizzie (Live)
    4. I AM KLOOT Dead Men's Cigarettes
    5. MUDHONEY On The Move
    6. ADAM WEST Bullet Proof
    7. KILLING JOKE Hosannas From The Basements Of Hell
    8. TOOL Jambi
    9. DANKO JONES Sleep Is The Enemy
    10. CATARACT Denial Of Life
    11. CELTIC FROST Domain of Decay
    12. MESHUGGAH Autonomy Lost
    13. MESHUGGAH Disenchantment
    14. MESHUGGAH Imprint of the un-saved
    15. DECAPITATED Revelation Of Existence (The Trip)
    16. SLAYER Payback

    Was man bei anderer Gelegenheit schon für schöne Musik für schöne Menschen verschenkt hat, steht hier

    Jetzt ist er weg!

    Einer meiner Nachbarn hatte ja die Angewohnheit, dröge Musik viel zu laut zu hören. Darüber habe ich mich auch schon hier
    geärgert
    und prompt den Kommentar einer esoterischen Leserin eingefangen. Sie empfahl mir den Nachbarn mit Liebe und schönen Gefühlen zu überschütten. Was ich aber abgelehnt habe und auch hier begründet habe.

    Nu ist er weg. Ausgezogen, rausgeschmissen worden, was auch immer. Ob meine bösen Gedanken und schlimmen Worte dazu geführt haben? Vielleicht weiss es meine liebe esoterische Leserin.

    Göttlicher Lemmy


    Lemmy ist der Gott der Rock’n’Rolls. Was er gestern im Zürcher Volkshaus gezeigt hat, war einmal mehr sehr, sehr gut. Motörhead waren laut, grob, präzise und geil. Und der Mann am Mischpult hat seinen Job ausgezeichnet gemacht.

    04 Juni 2006

    Kaufen. Hören. Lieben

    Mein CD-Player brennt. Seit zwei Tagen laufen abwechslungsweise zwei Schweizer Bands, die sich international behaupten: Celtic Frost haben mit «Monotheist» ein Album gemacht, das schlicht und einfach geil ist. Sie haben den düsteren, bösen Metal-Sound wunderbar drauf und werden hoffentlich nachlegen.
    Cataract ist eine knüppelharte Metal-Band, die sich mit «Kingdom» nicht nur in meine Sammlung der Besten Alben gespielt haben. Schnell, hart, kompromisslos und ohne doofes Gepose. Unbedingt kaufen, hören, lieben!

    31 Mai 2006

    Nachbarn

    Wenn ich aus dem Fenster gucke, sehe ich in rund 20 Wohnungen. Das ist der Vorteil einer Wohnung im Hinterhof. Dass sich dabei allerhand beobachten lässt, ist klar. Natürlich ist es nie wie bei Hitchcocks «Rear Window». Kein Mord und Totschlag. Und nein, liebe Spanner, es gibt auch keine expliziten Einblicke. Vielmehr sieht man den ganz normalen Alltag der Nachbarn.

    Was allerdings ähnlich wie bei Hitchcocks Klassiker ist, sind die Vermutungen, die man zu dem Gesehenen anstellt. Denn ich kenne längst nicht alle Anwohner. So heissen etwa Tamara und Bruno nur so, weil ich ihnen diesen Namen gab. Ihren wirklichen Namen kenn ich nicht. Aber er sieht mit seinem roten Haarschopf einfach wie ein Bruno aus. Sie könnte mit ihrer mädchenhaften und gegen aussen ziemlich devoten Art ganz gut Tamara heissen.
    Sie scheinen in einer klassischen Beziehung zu leben: Tamara kocht, pflegt Pflänzli auf dem Balkon und umsorgt Bruno. Ansonsten sind sie eher langweilig.

    Die beiden Lesben geben auch nichts her. Sie zeichnen sich vor allem durch eher gewöhnungsbedürftigen Balkonschmuck aus. Die Studentinnen weiter unten glänzen durch Mädchenpartys, die mit ihren grellen Lachern den ganzen Hof wach halten können.

    Die Frau im mittleren Alter fällt durch pausenloses Telefonieren auf dem Balkon auf, die gutaussehende Introvertierte unterhalb treibt die Spekulation durch wechselnden Männerbesuch voran. Ob sie mal einen Prinzen findet? Bisher hatte ich immer das Gefühl bloss Frösche zu erkennen.

    Das aufregendste an den beiden ausgemergelten Tattoo-Männern scheinen ihre Hautverzierungen zu sein. Die Studenten (einer davon mit Gutmenschen Dreadlocks), die neu eingezogen sind, blieben bisher völlig Gesichtslos.

    Über die Yuppies im andern Nachbarhaus berichte ich ein anderes Mal.

    Am Arsch

    Heute kurz den ersten Bund des Tagesanzeigers gelesen. Es gibt nicht viel gfreuts auf dieser Welt. Wenn sogar der durchschnittlich gut gemachte Tagi auf den ersten paar Seiten George W. Bush einmal mehr als Kriegsverbrecher entlarvt (wieso wird der eigentlich nicht angeklagt und für den Rest seines verlogenen Christenlebens in den Knast gesperrt?), die Damen und Herren im Parlament alles dagegen tun, das Klima ein bisschen zu verbessern (was einmal mehr jegliche Berechtigung liefert, grosse Autos und ihre Besitzer zu plagen, zu hassen, zu schädigen), und man feststellen muss, dass Europa nichts Besseres weiss, als Afrikas Grenzen zu überwachen, damit die Flüchtlinge dort an der Küste verrecken und keinesfalls die Touristen auf den Kanarischen Inseln schockieren, dann kann man den Zustand der Welt als ziemlich am Arsch beschreiben. Und wenn ich mir diesen Krüppelsatz genau betrachte, ist auch meine Schreibe nicht gerade Grund zur Freude. Egal.

    30 Mai 2006

    Ins Hirn geschneit

    Ich glaub der 20min-Redaktion hats heute sprichwörtlich ins Hirn geschneit. Wie sonst kann man erklären, dass die tätsächlich titeln: Wonnemonat Mai endet im Schneetreiben. Wo bitte, habt ihr den Wonnemonat getroffen?

    Mittendrin und nicht dabei

    Okay, bald schlägts 39. Aber damminomal, ich fühle mich seit Jahren zu alt für Bum-Bum-Partys und zu jung für den so genannten Ernst des Lebens. Also Kinderkram und so. Langsam würde es an der Zeit, mich mal nach vorne auszurichten. Kaum mache ich aber einen Schritt Richtung Kariere, drängt mich meine innere Stimme wieder zurück. So bleib ich wohl mittendrin, bis ich definitiv für Ausgang und Familie zu alt bin. Was dann?

    Lauter Schnauzer


    Nur noch ein paar Tage, dann stehen echte Männer hinter echten Instrumenten und tun, was Männer am Besten können: Krach machen und trinken. Dumpfe Gemüter drehen diese Worte und behaupten, dass trinkende Männer immer Krach machen. Das stimmt natürlich nicht. Wer mit Stil trinkt, benimmt sich auch so. Deshalb gehört es sich für den kultivierten Mann, dem lautesten Schnauzer der Welt zuzuhören und dabei das eine oder andere Glas zu heben.

    26 Mai 2006

    Hurrah, es gibt wieder etwas zu hassen!

    Opfer dieses Ergusses sind die VBZ. Dabei gibt es an denen fast gar nichts auszusetzen, ausser dass sie ihre Dienstleistungen nicht gebührenfrei anbieten. (Solls die Stadt bezahlen, die Autofahrer oder sonst wer: Öffis sollten gratis sein!) Doch diesen Sommer leisten sich unsere Verkehrsbetriebe einen Fauxpas sondergleichen: Während der Fussball-WM soll per Lautsprecher über die in Deutschland geschossenen Tore informiert werden. Das mag einige Leute interessieren, aber es gibt mindestens eben so viele (täuscht euch da bloss nicht!), denen Fussball am Arsch vorbei geht. Schon in den vergangenen Wochen war es kaum möglich, dem Thema Fussball auszuweichen. Zeitungen, Fernsehen, Radio, das alles kannst du vergessen, da herrscht jetzt das runde Leder. Auch auf den Strassen erwartet und einiges. Und jetzt nimmt man diesen geplagten Menschen auch noch einen der letzten Schutzräume. Fussball ist Pflicht, höre ich da. Das ist Gesinnungsterrorismus. Die dümmste VBZ-Idee seit dem Versuch, die Fahrgäste mit Radio24-Berieselung zum Umsteigen ins Auto zu bewegen.

    22 Mai 2006

    Warners Wunder

    Ich bin Musikexperte! Also ganz abgesehen davon, dass ich mir wirklich ein ganz kleines, unbedeutendes Expertenwissen in Sachen Musik attestiere, bin ich vor allem Mitglied beim Warner-Music-Panel. Jetzt durfte ich mir gerade drei Songs einer deutschen Band Namens Wunder anhören (deren Album im September erscheint, wie Warner-Music den Experten verrät).

    Kurz: Die Songs klingen, wie derzeit alle Songs von deutschen Bands klingen. Was bestens zur Philosophie der Musik-Multis passt: Erfolgreiches so lange kopieren, bis es den Käufern zum hals raushängt.

    Daneben durfte ich auch noch zwei Texte der Band bewerten (Teenager-Poesie) und ein Foto der vier Männer und der Sängerin bewerten.

    Alles in allem: Wunder sind eine Band mehr, auf die eigentlich niemand gewartet hat, aber die von Hundertschaften gekauft und Dutzenden Radios gespielt werden wird.

    Was mir aber vor allem zu denken gibt: Wieso testet ein Grosskonzern seine neuen Produkte, wenn es sich dabei um Hit-Garanten handelt, die keinerlei Ecken und Kanten aufweist? Haben die Leute bei Warner sowenig Selbstvetrauen?

    Randvoll, tödlich und aber auch sehr lustig


    Endlich wieder einmal Trio from Hell im Helsinki. Gut, gesund wars nicht. Aber es hat Spass gemacht.

    Reinhauen

    Der Schweizer Steuerwahnsinn macht mich stocksauer. Jetzt senkt auch Appenzell Ausserhoden seine Steuern. Für Reiche. Wer mehr als 1,5 Millionen Franken Einkommen hat, zahlt weniger. Wer 8,5 Mio hat, lebt fast gratis. Nirgendwo sonst, ist es billiger als in Teufen AR. Mit Billigtarifen für Reiche will man ebensolche anlocken. Dass aber Leute mit Geld auf dem Land steuern sparen und sich in der Stadt in von teurem Steuergeld finanzierten Betrieben unterhalten lassen, ist den Politikern egal. Es ist zum Kotzen. Irgendwie wäre es höchste Zeit, solchen Drecksäcken eine Reinzuhauen. So lange, bis sie begreifen, dass ein Franken überall gleich viel wert sein muss.

    18 Mai 2006

    Nass machen

    Im Regen rumstehen macht keinen Spass. Im Regen rumstehen macht nur nass. Der Schüttelreim wurde heute gleich zweimal aufs leidlichste bestätigt. Dumm der, der dies mitmacht. Deshalb Asche auf mein nasses Haupt. Und keine szenigen «Flagship-Store»-Eröffnungen mehr besuchen.

    Erst denken. Dann schreiben

    Seit Montag gibt’s heute: Und das Gratisblatt am Abend könnte die Ergüsse von 20 Minuten locker flockig ergänzen. Wenn sich die junge Redaktion aus altbewährten Zeitunghasen (wie es in der misslungenen Selbstdarstellung der Nummer 1 hiess) ein bisschen Mühe gibt. Aber mit dem Titel von gestern «Schweizerin im Zirkus Knie» (dem Schweizer Nationalzirkus) oder der peinlichen Text-Bildschere vom Donnerstag (siehe Foto und Textausriss), wird das nichts. Text dazu:.... sind mittags wie abends zur Essenszeit haufenweise schöne (auch weil schön schlanke) Leute anzutreffen...


    Also liebe heute-Macher: Denken, schreiben und nochmals Lesen – erst dann drucken. Oder ist der Mann auf dem Bild aus eurer Sicht schön und schlank?

    12 Mai 2006

    Das Fett muss weg!

    Ein schwitzig glänzendes Gesicht lacht mir entgegen, das weisse Neon-Licht macht die Haut des Gegenübers käsig bleich, da und dort wölben sich wüste Speckrollen vom Körper weg. Es ist kein schöner Anblick.

    Aber Hilfe, das bin ja ich und das Gegenüber mein Spiegelbild in dieser viel zu engen und stinkigen Garderobe eines Kleidergeschäfts. Die Hose passt zwar oben, aber meine Beine sind rund 20 Zentimeter zu kurz. Wäre ich einsfünfundneunzig, wäre wohl auch mein Body-Mass-Index okay. So aber spannt das Hemd unschön über den Bauch. Und der Sommer klopft draussen schon schüchtern auf die entblössten Schultern der Damen.

    Dammisiech, das Fett muss weg. Und zwar jetzt!

    11 Mai 2006

    Solidarität unter Velofahrern

    Ist, wenn gleich drei Leute noch vor der Militärstrasse warnen, dass die Schmier in der Langstrasse Velofahrer büsst, die in der falschen Richtung unterwegs sind. Dort darf man – als eine der wenigen Zürcher Einbahnstrassen – nicht in Gegenrichtung verkehren. Soviel Solidarität ist toll.

    Gar nicht toll ist, dass die Polizei angesichts der real existierenden Probleme, gerade im Langstrassengebiet, nichts anderes zu tun hat, als jene Leute zu plagen, die sich umweltfreundlich fortbewegen. Pfui Teufel! Schämt euch dafür.

    Denner-Salami stösst auf

    Heute hatte ich tierisch Lust (sprichwörtlich) auf Salami. Also rein in den Denner und eine billige Trockenwurst gekauft, aufgeschnitten und verschlungen. Seither plagt mich ein wüster Schluckauf (Hitzgi, wie der Zürcher sagt. Glugsi, wie der Berner das bezeichnet). Wahrscheinlich ist dies die Rache des herzigen Eselis, der seine besten Seiten für die Salami hergeben musste. Ich verzichte künftig auf Dauerwurstwaren und weiche auf Rüebli aus.

    Das hässlichste Notebook...

    Gibt’s hier. Nicht nur, weil Dell-Computer zwar billig, aber generell bestenfalls wüste Dinger sind, sondern auch darum, weil irgendwelche «Geiz ist Geil»-Menschen sich als geschmacksichere Konsumenten fühlen könnten und ein schreiend buntes Ding auf ihrer Schoss balancieren könnten. Schöne Computer gibt’s nur von Apple. Und in der Regel werden die auch von schönen Menschen gekauft.

    10 Mai 2006

    Würdevoll altern mit Iggy

    Nein, es war beileibe nicht das Konzert des Jahres. Dennoch muss man vor Iggy & the Stooges den Hut ziehen: Sie sind in Würde gealtert. Ich will das auch. Nicht, dass ichmit 60 mir nacktem Oberkörper den Clown vor fremden Leuten spielen möchte. Aber die Energie und rohe Kraft von Iggy macht Eindruck. Auch wenn sich der Herr Osterberg wahrscheinlich mit dem einen oder anderen Mittelchen pimpt, um es mal modern auszudrücken.

    Wer Stooges nicht kennt, hat etwas verpasst – oder ist definitiv zu jung. Wer The Stooges nicht mag, ist kaum ein Freund von SchimpfundSchande und soll sich schämen! Pfui! Wen jetzt das Gewissen plagt und nachträglich noch ein besseres Leben beginnen will, der kaufe sich «Fun House» von den Stooges oder lese zumindest «Please Kill me» von Legs McNeil und Gillian McCain. Damit er wenigstens weiss, was die Welt Iggy Pop zu verdanken hat.

    Geil - FCZ kann noch Meister werden

    Die Young Boys knallen Gigi Oeris FCB ein 4.2 vor den Latz. Die Basler müssen sich am Sonntag nochmals in den Hintern klemmen. Oder noch besser: Die ewigen Looser des FCZ müssen endlich mal den Finger aus demselben ziehen und den Baslern zeigen, dass Züri auch die Fussball-Hauptstadt ist! (Wobei ich es nicht unterlassen möchte zu gestehen, dass mich das nur freut, weil damit den Chemie-Bonzen vom Rhein endlich einmal gezeigt werden kann, dass mit Solariumbräune und vieeeeel Geld, nicht alles machbar ist! Hopp Züri).

    Die Kulturschickeria

    War soeben im Kino RiffRaff. Sie zelebrierte sich dort nach einer Filmpremiere, fand sich toll und unwiderstehlich. Was bin ich froh, dass ich mit diesen Menschen beruflich nichts mehr zu tun habe.

    09 Mai 2006

    Warum Bloggen?

    Da fragte mich neulich jemand: «Warum bloggst du?» Nun, ich kanns nicht Sagen. Denn genau so gut könnte ich die Schreibe auch einfach sonst wo deponieren. Aber da ich auch Ästhet bin und mir eine schwarze Website besser gefällt, als ein schnödes Word-Dokument, ist doch schon mal ein Grund. Zudem ist SchimpfundSchande aus einer Bierlaune heraus entstanden, auch wenn nur wenige Teilnehmer der ursprünglichen Idee übrig geblieben sind. Dennoch haben sich das Anprangern unguter Entwicklungen und das Loben guter Musik zu einem Ding entwickelt, das viel Spass macht. Und auch wenn es den Eindruck macht, dass das alles ein Tummelfeld für Selbstdarsteller ist: Bitteschön. Ich kann damit Leben. Es steckt weder Bierernst noch Eitelkeit dahinter.

    08 Mai 2006

    Fussball-WM sucks

    Bevor der erste Ball gespielt ist, könnte einem die Fussball-WM schon auf den Sack gehen. Egal ob WC-Papier oder Fast-Food. Ob Auto oder Handy. Alles ist Fussball, alles ist WM. Dazu kommt das Feudalherrschaftliche Benehmen der Fifa: es geht um viel Geld und um wenig Sport.

    Ein Wirtschaftswunder...

    ...ist es NICHT, wenn du in einem grossen Unternehmen mit wachsenden Gewinnen arbeitest, das immer noch wächst und die Gewinne erhöht. Das ist normal. Ein Wirtschaftswunder ist es erst, wenn du feststellst mit welchem Mitteln der Erfolg erreicht wird: Gleich viele Leute produzieren ohne murren immer mehr.

    Oder hab ich da was falsch verstanden. Ist das gar kein Wunder, sondern nur Ausbeutung?

    Höchststrafe

    Der ganze schlimme Traum geht so: Ich baue Scheisse und muss als Money-Girl verkleidet in der Blöden von Roman Kilchsperger moderierten Sendung «deal or No deal» mit einem Koffer bis zuletzt im Studio stehen.

    07 Mai 2006

    Folk-Berserker

    Was für eine Überraschung: Da kommt aus kompetenter New Yorker Adresse der Tipp, dass in ZH 5, ein Musiker Namens C. Gibbs spielt, den es zu hören lohnt. Also macht Mann sich am auf ins Helsinki, ordert am Tresen ein Bier und wartet gespannt, was dieser Mister Gibbs aus Brooklyn denn zu bieten hat. Die noch menschenleere Bühne weckt mit akustischer Gitarre, Cello, Snaredrum, Piano und einem Sequenzer doch gemischte Gefühle.

    Als dann C.Gibbs zusammen mit dem Schreiberling und Musiker Frank Heer in die Saiten langt, machen sich wundersame bekannte Klänge breit. Amerikanische Folkmusik, Versatzstücke aus Country und Blues durchströmen den Raum. Es ist herrlich, wobei der Brooklyner Gibbs mit seiner genialen Stimme problemlos vom Falsett eines Freddy Mercury ins dunkle Timbre wechselt und bei Bedarf auch mal so richtig den leidenden Brüllaffen gibt. Inbrünstig singt und musiziert der ausserordentlich talentierte Musiker und wird dabei von Heers Instrumentarium bravourös unterstützt.

    Kurz und gut, das Konzert war ein Volltreffer und konnte nicht mal von den respektlosen Plappermündern mies gemacht werden.

    Bei dieser Gelegenheit könnte man ja auch gerade wieder einmal über die ignoranten Menschen herziehen, die Musik einfach als notwendige Geräuschkulisse betrachten, um ihre bedeutungslosen Nichtigkeiten an andere unwichtige Menschen weiterzugeben. Sie werden leider nie den Respekt geschweige denn den Verstand aufbringen, an ein Konzert zu gehen und zuzuhören. Das aber würde man eigentlich dort tun und ist bei so genannter E-Musik selbstverständlich. Aber dass man dann gerade bei akustischer Musik auch noch dauernd am Schwatzen ist, zeugt von ganz wenig Feingefühl gegenüber den Künstlern und den musikinteressierten Gästen.

    03 Mai 2006

    Musikmenschwerden

    Eine gabllte Ladung Text über Musik und so gibts hier bei RockR

    02 Mai 2006

    Hirnlose Krawallidioten

    Es ist zum Kotzen. Das raffen sich einige hundert Menschen zusammen um gegen Kapitalismus & Co. auf die Strasse zu gehen. Eigentlich eine gute Sache. Doch stattdessen wissen die dummen Arschlöcher nichts Besseres zu tun, als im Kreis 4 eine ZKB-Filliale und zwei jüdische Kleidergeschäfte zu demolieren. Danach stürmen sie noch Moritz Leuenbergers Festrede in der Bäcki und liefern sich weitere Strassenschlachten mit der Polizei. Bravo.

    Hätten die vermummten Idioten auch nur einen ganz kleinen Funken Verstand im Hirn, dann würde ihnen vielleicht auffallen, dass gerade der Kreis 4 noch einen Resten linkes Blut in sich trägt, dass dort noch am ehesten Menschen wohnen, die ihre Ideen halbwegs unterstützen und dass sie einen Bundesrat vom Podium prügelten, der noch einigermassen Rückgrat hat und sich gegen die Rechtslastigkeit der Regierung stemmt.

    Um das zu erkennen müssten sie aber mal von ihren utopischen Träumereien wegkommen und ihr Hirn ein bisschen anstrengen. Aber das ist wohl zuviel verlangt, von Arschlöchern, die Revolution schreien aber damit vor allem Reformen behindern.

    29 April 2006

    Platzmangel

    Mann was bist du doof. Da kaufe ich für verdammt teures Geld ein Gestell, von dem der liebe P. sagt, es sehe aus wie ein Ikea-Regal (und aber ein mehrfaches gekostet hat) und nun habe ich schon keinen Platz mehr für meine CDs. Dabei habe ich heute gerade wieder vier gekauft.

    Fürs gemütliche daheimbleiben am künstlichen Kaminfeuer (dafür muss ich aber das Bild aus dem Berliner Hotel angucken) gabs die neue von Calexico «Garden Ruin». Einfach schöne Musik. Ebenfalls sehr nett und entspannend ist auch «Let it Roll» von Williard Grant Conspiracy. Wobei einen Robert Fishers tiefe Stimme in einigen Songs sehr an den genialen Nick Cave erinnert.

    Mehr fürs krachenlassen ist die meine neuste Entdeckung Decapitated. «Organic Hallucinosis» bietet sieben Songs lang düstere, knüppelharte Musik für starke Nerven. Einfach geil. Auch wenn die Jungs in meinem Lieblingsplattenladen ob diesem Kauf nur mitleidig den Kopf schüttelten. Grindcore sei eher nicht so ihr Ding und es sei doch schon erstaunlich, dass ich das gut finden würde. Nun ja, ich habe die Band an einem sehr entspannten Abend mit Bier und guten Freunden zum ersten Mal gehört. Das mag meinen Entschluss beeinflusst haben.

    Wer mitgezählt hat, kommt nun nur auf drei CDs. Die vierte ist auch nichts neues, sondern bereits drei Jahre alt. Es ist «Millenium Monsterwork» von der Fantômas Melvins Big Band. Nachdem ich die Band in Berlin und in Fribourg verpasst habe, musste ich mich nun wenigstens mit der Platte trösten.

    Chefkatze


    Ich bin im Fall der Chef hier! Ich mag es nicht wenn du mich fotografierst und noch weniger mag ich es, wenn du Zeitung liest, anstatt mich zu füttern. Genau das sagt meine liebe Katze zu mir. Und ich habs digital festgehalten. (Lieber F. Ich weiss, das ist wieder für den Kuschelblog. Egal).

    28 April 2006

    Beschimpfen oder aufs Maul hauen

    Manchmal habe ich Lust, Leute zu beschimpfen. Zum Beispiel die ausgezutzelten* Kunsti-Schülerinnen, die nach wie vor meinen, ein grauenhaftes Outfit reiche aus, um ein bisschen «Arty» auszusehen.

    *Auszutzeln meint das Essen einer Wurst im Schweinsdarm. Dabei muss man die Fleischfüllung mit den Zähnen aus der Wursthülle zutzeln (ziehen). Im Bezug auf die Kunsti-Studentinnen meint auszutzeln, ihre von ausgeprägter Bulimie gezeichnet Körper, die sie mit Second-Hand-Schlabber-Look verhüllen.

    Apropos beschimpfen. Die schludrige Reaktion von SVP-Chef Ueli Maurer auf Joseph Deiss' Rücktritt war so etwas von Respektlos. In einem solchen Moment würde ich jeweils am liebsten dem Maurer das Maul polieren. Schimpfen reicht da nicht mehr aus.

    27 April 2006

    Wie das?



    Irgendwie ist wohl die Korrekturabteilung von 20 Minuten Online leer gelegt...

    Kilchspergers Wetlook

    Wie macht Roman Kilchsperger das eigentlich. Ich meine seine Frisur. Der Mann sieht immer aus, als käme er frisch aus der Dusche. Strähniger Wetlook glänzt in die Kamera. Es ist ein Graus. Und es gibt auch noch Zuschauer, die das lässig finden!

    Und da er jetzt beim deutschen TV-Sender Premiere für die Fussball-WM im Einsatz steht, könnte er sich doch endlich eine anständige Frisur zurechtlegen. Sonst kann man den Mann gar nicht von den Spielern unterscheiden.

    26 April 2006

    Pudelfrisur rockt nicht (Anthrax)

    Die Vorfreude auf ein schönes Anthrax-Konzert war schnell am Arsch. Kaum traten die Jungs aus NY auf die Bühne kam auch schon die Pudelfrisur von Joey Belladonna ins Sichtfeld. Der ekelhafte Heavy-Metal-Barde mit seiner Eunuchenstimme war wieder dabei. Und ich – Trottel der ich bin – hab nicht gesehen, dass es eine Reunion-Tour war.

    Denn beim letzten Konzert im Abart, war der Italo-Ami nicht mit dabei. Dafür sang der sagenhafte Scott Ian. Und der macht es wesentlich besser. Aber auch Belladonna konnte die satten Riffs nicht kaputt-kreischen. Dafür der Fan hinter mir. Er sang alle Texte sehr schlecht mit und konnte es auch nicht unterlassen, die Gitarrenriffs mit einem Gnäh, Gnäh, Gnäh-gnäh zu begleiten. Ekelhaft. Er war eh einer der Sorte jener, die, wenn sie denn wählen gingen, ihre Stimme der SVP geben würden. Zudem war ihm deutlich anzusehen, dass der Alkohol bei ihm die falschen Rezeptoren anspricht. Ich bin sicher: In seinem Dorf ist er dafür bekannt, dass er auch mal dreinschlägt, wenn sonst alle im Bierrausch auf den Festbänken schunkeln.

    Egal. Ihm konnte ich aus dem Weg. Nicht so den andern Hundertschaften, die sich in extra krasse T-Shirts stürzten - ich sah sogar einen Hard-Rocker im Saxon-Tischi!

    Irgendwie wirkte das ganze wie vor 20 Jahren und die doofen Mitklatsch-Nummern der Band, wie an einem Oldies-Open-Air auf dem Land. Schade. Denn eigentlich sind Anthrax eine gute Band. Aber leider haben es die Fans nicht mitgekriegt. Oder ich habe etwas verpasst.


    Der Mann mit der Glatze ist Rhythmus-Gitarrist und (kurzeitig Lead-Sänger) Scott Ian. Der Mann mit der Pudelfrisur ist der ekelhafte Heavy-Barde Joey Belladonna (der mir den Abend verdorben hat).

    Rassisten bekämpfen

    Es ist zum Kotzen. Schon wieder verprügeln rassistische Arschlöcher in den «neuen Bundesländern» einen Schwarzen. Hört dieser Scheissdreck denn nie auf? Was sind das für dumme Herrenmenschen und wer setzt ihnen die Idee von der weissen Herrenrasse in ihre Hohlköpfe? Sind die von verschiedenen Parteien geschürten Ausländerängste Schuld?

    Gut möglich. Denn auch bei uns ist der Alltag voll offenem und verstecktem Rassismus. Da war die Frau im Tram, die ein farbiges Kind (mit reinstem Züridütsch) zusammenstauchte, weil der Goof nicht ruhig war. Da waren die drei Damen, die über die Latina-Frauen vor sich an der Supermarkt-Kasse herziehen. In solchen Momenten muss man einschreiten und die Leute zur Rede stellen. Es ist dieser «tolerierte» Rassismus, der einer gewaltbereiten, braunen Brut den Boden ebnet.
    Dazu gehört auch den offensichtlich fremdenfeindlichen Politikern von der SVP und Konsorten die Stirn zu bieten.

    Denn es ist wichtig, dass fremdenfeindliche Arschlöcher immer wieder auf Widerstand stossen.

    Vergesslich

    Uups. Hätte die gute S. heute nicht angerufen und gesagt sie komme auch, ich hätte glatt das Anthrax-Konzert im Rohstofflager verpasst. Ich ging nämlich ganz fest davon aus, dass das Konzert nächsten Dienstag ist. Das ist ein deutliche Zeichen: Ich sollte weniger arbeiten und wieder mehr ausgehen.

    25 April 2006

    Schuhe machen Menschen

    Die Werbung für GEOX-Schuhe geht mir auf den Sack. Das sind die potthässlichen Treter, die auf den Werbefotos unten raus dampfen. Will heissen, man schwitzt in den Schuhen nicht.

    Das ist an sich etwas Sinnvolles. Denn stinkende Füsse sind unangenehm – für alle. Dennoch gibt es keinen Grund seine Erscheinung mit hässlichen Schuhen auf ein unwürdiges Bild herabzusetzen. Schuhe sind nicht zweckdienlich. Sie sind die Visitenkarte eines Menschen. So wie er sich fühlt. So besohlt er sich. (Ob deswegen so viele graue Mäuse mit so belanglosem, ja minderwertigem Schuhwerk durchs Leben dackeln?)

    Natürlich kenne auch ich sehr liebenswerte Menschen, die sich nicht um Ihr Schuhwerk kümmern. Die ob diesen Zeilen höchstens den Kopf schütteln. Dennoch sei es hier wiederholt: Der Schuh macht den Menschen aus. Die schönste Erscheinung ist am Arsch, wenn’s untenrum nicht stimmt.


    Übrigens und voller Eigenlob: Hier stimmts!

    Aua!

    dafür hasse ich mich jetzt schon: ich bin nach einem arbeitstag zu schlapp, um sofort wieder aufzujucken, zum bahnhof zu düsen, um zwei in der früh ins bett zu sinken und nach ein paar stunden schlaf mit glocken in den ohren wieder aufzuwachen. klar, man muss nicht immer überall dabei sein, aber heute abend verpasse ich THE FANTOMAS MELVINS BIG BAND im fri-son. und das tut weh.

    Blackberry-Opfer

    Gestern auf dem Swiss-Flug Berlin-Zürich ist es mir wieder einmal aufgefallen: Die armen Anzugträger, die bis kurz vor Take-off ihre Unentbehrlichkeit und ihren Lohn rechtfertigen, indem sie Nichtigkeiten in den Blackberry tippen und sich dabei ganz wichtig vorkommen.

    Und kaum hat das Flugi wieder Boden unter den Füssen, wird das Ding wieder aufgestartet. Schliesslich könnte sich in den 70 Minuten Flugzeit Entscheidendes getan haben. Arme Blackberry-Opfer.

    Apropos Wichtigtuer: Ganz fest auf den Sack ging mir ein auf erfolgreich getrimmter deutscher Passagier. Er hat vorm Einsteigen noch alle die WM-Karten aufgezählt, die er von Firmenpartnern erhalten hat. Dieser Kerl hat wahrscheinlich nicht die leiseste Ahnung von Fussball. Aber er hat Karten bis und mit Finalspiel. Hoffentlich wird ihm von den Cüplis und Häppchen kotzübel.

    22 April 2006

    verhältnismässig blöd

    Ein eher zweifelhaftes Vergnügen, morgens um drei noch schnell in die Arena auf SF1 zu zappen. Es lohnt sich aber dann, wenn der Automann der ersten Stunde, Michael E. Dreher, seine Gegner mit wortgewaltigen Argumenten wie diesem überfährt: Diese Verhältnismässigkeit wird masslos übertrieben.
    (Das meiste, was er sonst noch zum Thema Raser zu sagen hatte, war leider nicht lustig sondern schlicht dumm.)

    20 April 2006

    Festnetz-Plage

    «Guten Tag, da ist das Nachrichtenmagazin Facts. Ist Frau M. zu Hause?», flötet ein Mann am Telefon. «Erstens ist Frau M. ein Mann und zweitens abwesend», gebe ich zurück. Hui hat der Facts-Marketing-Mann aber schnell aufgelegt. Vielleicht sollte ich die blöden Werbeanrufer immer so abwimmeln.

    Apropos Anrufer. Ich brauche schon lange kein Festnetz-Telefon mehr. Dennoch steht bei uns im Haushalt noch so ein blödes Gerät herum. Das muss jetzt weg. Denn es rufen eh nur blöde Werbefuzzis an.

    19 April 2006

    Sextourismus bei Alpöhi

    Mann muss ja schon in Nachbars Online-News-Garten grasen um zu entdecken, womit Schweiz Tourismus mit Steuergeldern wirbt! «Frauen, verbringt doch den WM-Sommer dort, wo sich die Männer weniger um Fußball kümmern - dafür mehr um euch.» heisst es am Ende eine eines schwülstigen Werbespots der zum Ziel hat Fussballfrustierte WM-Ladies ins Alpenparadies zu locken.

    Wenn das die aufrechten Schweizer Mannen im Bundeshaus sehen, werden sie wohl wieder mit furiosem Geschrei herum blochern und maurern bis man Schweiz Tourismus den Geldahn am Mörgeli danach zudreht. Ihnen dürfte zwar die heile Bergwelt im Werbe-Filmli gefallen. Aber die kecken Alphirten wirken allesamt leicht anzüglich und allzu süss für den herben Charme der Schweiz. Dass dabei auch Mister (bald Ex-) Schweiz mit seiner enthaarten Brust am Kuheuter rumzupft machts auch nicht besser.

    Arschtritt für Wertkonservative

    Dass jemand den Zürcher Böögg gekidnappt hat, ist eine super Geschichte. Jetzt müssen die wertkonservativen Zünftler auch einmal einen Arschtritt einstecken. Sie, die sie sonst nur um ihr Geld bangen, haben nun endlich etwas anderes, worum sie sich Sorgen dürfen. Sorgen bereiten aber auch all die Menschen, die den Akt als böse bezeichnen. Ich bitte euch: Den Zürchern den Böögg klauen ist einfach nur lustig. Das Sechseläuten ist dagegen auch nicht Ansatz witzig!

    18 April 2006

    Stilsicherheit auf Tele-Züri

    Auf Tele-Züri gibt’s ja Moderatoren, die tragen Frisuren, die bestenfalls für Idioten in Mittags-Talkshows allerübelster Sorte durchgehen würden. Wüste Haarkonstruktionen von Unmengen Styling-Produkten in den Wind geformt. Also ehrlich reisst euch zusammen. Auch ein Moderator im Privat-TV sollte ein bisschen wie ein anständiger Mensch aussehen und nicht wie ein Partygänger am Morgen danach.

    Hot Pants

    Diesen Sommer werden, so scheint zu befürchten, Hot-Pants das heisse Ding der Saison! Im Besten Fall schützt dann die ganz dunkle Sonnenbrille den Mann vor offensichtlich lüsternen Blicken. Im Normalfall aber sollte die Brille wohl so fest abdunkeln, dass man körperliche Unzulänglichkeiten der Trägerinnen nicht allzu genau erkennen kann. Mit grausen erinnert sich nämlich der Schreiber an andere Zeiten, in denen sich Frauen berufen fühlten viel Haut zu zeigen. Es war nicht immer schön.

    Apropos Sommer. Beim betrachten meiner körperlichen Unzulänglichkeiten kann der sich ruhig noch ein bisschen Zeit lassen. Wäre ich eine Frau, bliebe das Bikini dieses Jahr im Schrank. Aber schon mein absolut liebstes Herrenoberkleid, ein luxuriös gearbeitetes Hemd im Cowboy-Stil kann ich bestenfalls im Stehen tragen. Sitzen ist nicht drin. Ausser ich hefte die Knöpfe nochmals extrastark an.

    Ficket-Corner

    Das nenn ich saubere Verarschung: Man zahlt 53,35 Franken für ein Monster-Magnet-Ticket. Das Konzert wird abgesagt, man muss als Internet-Kunde auf die kostenpflichtige Ticket-Corner-Nummer anrufen, zahlt dafür 3 Stutz und muss dann das Billet per Post retour schicken. Super Service, den der Monopolbetrieb anbietet.

    Bissiger Hase: Rabbit Theory

    Potz Tausend! da haben die drei Mannen von Rabbit Theory aber sauber abgerockt. Das nennt der Freund guter Musik wirklich gute Manieren. Es war der ideale Abend um das dröge Osterfest währschaft ausklingen zu lassen. Tatort war die Bosch Bar, die sich ja seit einiger Zeit im Provitreff im Exil befindet, und nach wie vor der Ort ist, wo sich Hausbesetzer-chic* mit ebenfalls schlecht angezogenen - Phil-I-Studenten paart (das sind jene, die sich auf Papas Kosten kostengünstig betrinken, weil sie auf dem Uni-Klo mal aufgeschnappt haben, dass Kapitalismus böse ist).

    Aber zurück zur Zürcher Band Rabbit Theory: Die bringen die Musik dahin, wo sie anfängt Spass zu machen. Ungemein energievoll und geladen dreschen die drei Jungs auf ihre Instrumente ein. Was übrigens einmal mehr die unwiderlegbare Theorie vom Trio untermauert. Mehr als Gitarre, Bass, Schlagwerk braucht es nicht, um geile Musik zu machen.

    Immer wenn der vom Mainstream verführte Fuss zucken will, dauert es noch einen Tick bevor die Combo wirklich den Viertel schlägt, einfach wundervoll kräftig. Die bravourösen Fugazi klingen hier und dort durch. Egal. Jedenfalls ergänzen The Rabbit Theory die ausgesuchte Musiksammlung aufs Beste.

    Einordnen, sofern man die Sammlung nicht strikte nach Alphabet abgelegt hat, sollte man die EP «Reflections on good behaviour» zwischen Fugazi, Finch, Honey for Petzi, Shellac und Konsorten. Anhören und Fan werden kann man hier: Rabbit Theory.

    Hausbesetzer-Chic: Die politisch engagierten Buben und Mädchen, die sich vornehmlich in verwaschene, schwarze Klamotten zwängen und mit Vorliebe eine ebensolche Baseballkappe tragen, die dann mit allerhand Nieten und Metallzeugs verziert ist. Darunter lugen in der Regel stinkende Dreadlocks hervor. Jedem seine Uniform, ist der Beobachter versucht zu klagen...

    17 April 2006

    Fussball-WM antizyklisch

    Eigentlich doppelt gegen den Trend: Erstens sammle ich keine Panini-Bildli. Zweitens habe ich mich in der Zeit verstärkter Anti-Tabak-Aktivitäten mit dem passenden Aschenbecher für die WM fit gemacht.

    Apropos WM. Nach wie vor eine lustige Sache ist das Largest Online Stadium, Zulu ist auch drin.

    Höllische Jukebox

    Die Musikdose im Helsinki ist angefüllt mit allerlei schönen Klängen. Vornehmlich für Freunde knüppelharter Sounds. Nicht drücken sollte man allerdings 3207, denn mit dem Dauerbrummton von Sunn O))) macht man sich nicht nur Freunde. Dafür entdeckte ich die wundervolle polnische Hardcore-Band Decapitated. Sehr empfehlenswert. Die ganze Jukebox gibt’s auf der Helsinki-Homepage.

    Feiertagsarbeit

    Steuererklärung machen, waschen, Gefriertruhe abtauen und Bürokram erledigen. So kann man Ostern auch verbringen. Aber wenigstens habe ich ab all dem Zeug das Ausgehen nicht ganz vergessen.

    15 April 2006

    Wort-Bild-Schere


    Nennt sich das, was in diesem Inserat gezeigt wird: helle Wohnung.

    Badehosenfrage

    Es ergab sich das die beiden Damen am Tisch auf Badehosen zu sprechen kamen. Dabei stellte sich heraus, dass sie die eng anliegende, klassische Badehose beim Mann eher weniger schön finden, um es mal ohne Kraftausdrücke zu sagen. Sie wünschen sich Männer im Schlabberlook.

    Um der Weiblichkeit willen bevorzugen die Damen selbst auch eher den Bikini als das Badekleid. Ich finde das bei weitem nicht an jeder Frau schön.

    Was unter gar keinen Umständen zu tolerieren ist, sind diese neckischen und in Schwulenkreisen zu fast 100-Prozent verbreiteten Badeslips. Das ist wirklich ein ästhetischer Faustschlag. Ebenso potthässlich sind übrigens Strings als Bikinihöschen. Wäk. Pfui.

    Aber was meint die Welt dazu? Kommentare erbeten.

    14 April 2006

    Dachterrassenzeit!


    Endlich ist es wieder soweit. Meine Dachterrasse lädt zum Verweilen. Und während der Fussball-WM wird hier oben mit einer handverlesenen Schar Gästen das eine oder andere Spiel verfolgt.

    Mein Schweiss riecht nach Bier

    Brav bin ich gewesen. Nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern den Kater auf dem Velo ausgefahren. Irgendwie hatte ich auf dem Weg nach Wollishofen Gegenwind und auf dem Rückweg auch. Jedenfalls habe ich kräftig geschwitzt und feiner weisser Schaum, der ein bisschen nach Bier schmeckte, zeichnete sich auf den Schweissperlen ab.

    Das müssen die zwei letzten und leider auch reichlich überflüssigen Becher Blondes im Bogota gewesen sein, die sich da frech an die Oberfläche drückten.

    Natürlich wäre so eine Ausfahrt nichts wert, ohne Päuschen am See, wo man dann Eltern mit ihrem modern getauften Nachwuchs bestaunen kann. Die Kinder sehen allesamt recht normal aus, tragen aber lustige Namen.

    Apropos lustige Namen: Neulich durfte ich nach Zofingen. Dort ergab es sich, dass sich eine Gruppe Kindergartenschüler balgten. Das eine Mädchen hiess offenbar Britney, was aber die anderen Kids nicht aussprechen konnten. «Brietnei» riefen sie der Kleinen. Was wieder mal beweist, dass Eltern bei der Namenswahl ihrer Kinder mehr IQ haben sollten, als der Balg bei der Geburt in Zentimetern aufweist.

    Verhaltensauffällig

    Drin sitzen bei Sonnenschein ist etwas für verhaltensauffällige Kinder oder Nerds. Vielleicht ist das eine die direkte Folge des andern. Solcherlei überleg ich mir, bevor ich zum Staubsauger greife und die unerträgliche Scheinheiligkeit eines Karfreitags mit unchristlichem Lärm zudröhne.

    Verkatert...

    ...selbtgebackenen Zopf essen, die WOZ lesen, der WG-Partner schaut Kinderfilm, die Katze döst. Es muss ein Feiertag sein. Denn nun schleicht sich die grosse Frage fies von hinten heran: Sport machen, Spazieren gehen, ins Kino. Oder einfach noch mal ins Bett?

    13 April 2006

    Lebensberatung gesucht

    Nach wie vor schäme ich mich (okay, ich habe einen Bildungsdünkel) öffentlich mit dem grottenschlecht gemachten «20 Minuten» gesehen zu werden. Wie kann ich das ändern?

    12 April 2006

    Sushi-Plage

    Rohen Fisch fressen ist in. Furios muss man den Aufstieg dieser artfremden Speise geradezu bezeichnen. Dabei muss Sushi für unsere Mägen und Geschmäcker ebenso ungewohnt sein, wie unser lecker Käsesüppchen für die zarten Bäuchlein unserer japanischen Mitbürger. Dennoch stopfen sich immer mehr Menschen die Lifestylspeise in den Mund, zahlen teures Geld dafür und fühlen sich gesund und trendig.

    Mittlerweile geht die Sushi-Plage schon soweit, dass im Migros Take-Away zwischen ekelhaften Schnitzelbroten und halbwegs gesund anmutenden Vollkornsandwiches toter, ungekochter Fisch im Reismantel angeboten wird.

    Wie schlechter Sex...

    ...kommt mir meine Arbeit derzeit vor. Bin zwar mit Leidenschaft dabei. Aber irgendwie dann auch froh, wenn ich mich endlich befriedigt aber erschöpft zur Seite drehen und schlafen kann.

    Kinozeit

    Ich möchte ja schon lange wieder mal ins Kino. «We feed the World», «Lord of War», «Inside Man» angucken. Aber ich bin ja ein sehr heikler Kinogänger zumal mir die anderen Leute im Saal meist die gute Laune verderben. Also kommen eigentlich nur Nachmittagsvorstellungen in Frage, was sich mit den Vorstellungen meines Arbeitgebers schlecht verträgt. Aber jetzt kommt meine Zeit: Ostern. Hunderte Idioten sassen ja schon heute stundenlang im Stau. Da sind wenigstens schon die mal nicht im Kino am Rascheln, Tratschen und Werberatespiel machen.

    Insider: Gehört ebenfalls in die Kategorie Maffays Kuschlblog.

    Geldgeschichten

    «Beim Geld hört die Freundschaft auf», heisst der abgelutschte Spruch. Doch er büsst leider nichts von seiner Aktualität ein. Meine Geschichte geht so: Mann mag eine Person. Man vertraut ihr. Man hilft ihr beim Aufbau eines eigenen Geschäfts. Man arbeitet dort mit. Das Geschäft läuft prima an. Doch irgendwann flattern hohe Rechnungen rein. Man braucht zusätzliches Geld. Man gewährt ein zinsloses Darlehen. Der Betrag ist zwischenzeitlich zurückbezahlt. So weit so gut.

    Dann braucht aber das Geschäft noch mehr Geld, respektive Garantien. Man ist mittlerweile nicht mehr selbst dabei. Doch die Bürgschaft läuft und die Person mit dem Geschäft geschäftet weiter. Der Kontakt und das Ablösen aus der Bürgschaftspflicht gestalten sich schwierig, mühsam und nervenaufreibend.

    Jetzt sieht es endlich nach einer Lösung aus. Dabei gucke ich in die Röhre. Von der recht hohen Garantiesumme kann ich die Hälfte endlich beziehen. Der Rest wird in ein zinsloses Darlehen umgewandelt...

    So sehen unschöne. Hässliche Geldgeschichten aus. Ich könnte mich Ohrfeigen und habe zumindest eines gelernt: Ich bin keine Bank. Nie mehr.

    11 April 2006

    Mondsüchtig

    Offenbar bekommt mir der Vollmond (oder die Phase kurz zuvor) nicht mehr. Vielleicht liegts auch am Stress. Jedenfalls war ich heute morgen trotz genügend Schlaf eher dünnhäutig und reizbar. (Ist das jetzt auch eher musenalpmässiger Kuschelblog-Scheiss? Egal. Bin müde und geh nun schlafen.)

    Kuschelblog. Aber bitte

    So so, da wird also Schimpfundschande von unbekannten Hand und Hirn als Kuschelblog bezeichnet. So what, frag ich da nur in schönsten Neudeutsch. Das geht mir so was von am Arsch vorbei. Das ist mir so egal. Immerhin schaff ich es nach 15 Stunden Arbeit noch was zu Posten (Neudeutsch für Veröffentlichen/Publizieren). Andere bringen das ja nicht mal nach normaler Arbeitszeit auf die Reihe. Überhaupt. Nur weil ich rumnöle ist dies noch lange nicht, dass irgendwer anonym bei mir zurücknölen muss. Aber wenn Ostern schon eine Trinkzeit sein soll, dann bitte nicht Eierlikör, sondern Büffelgraswodka & Bier und wohl ausgewogenen Dosierungen.

    10 April 2006

    Vielleicht positiv?

    Na ihr Kuschelblogger. Da wird einem ja richtig warm ums Herz. Darum will ich auch noch was Schönes beisteuern. Heute den wunderbaren Satz gehört:
    Ich bin nicht gern neu.
    Der Zusammanhang erwähne ich nicht, weil der Satz ohne schöner ist. Denkt euch was Positives.

    Karfreitag ist schlecht

    Also eigentlich ist der Karfreitag natürlich schon gut. Denn dann habe ich frei. Aber er ist eben schlecht. Denn ich muss nun in vier Tagen das Tun, wofür sonst fünf Tage knapp reichen. Das ist nicht schön.

    Liebe streuen? – Eso-Quatsch!

    Eigentlich würde ich ja auf einen Kommentar nur im Kommentarfeld reagieren. Der Beitrag von Elisabeth (siehe Zitate) ist aber einer ausführlichen Antwort würdig.

    Ein Tipp: Senden Sie mental diesem Nachbar liebende Gedanken... senden Sie ihm rosa-Wölklein... versuchen Sie dies zu tun.

    Da ziehe ich kurz über das Bum-Bum meines Nachbarn her und Elisabeth empfiehlt mir, diesen mit «rosa Wölklein» und mentaler Liebe zu überschütten. Wohl solange, bis ich ganz gefühlsduselig die ganze Welt in die Arme schliesse. Das hedonistische Party-Pack bedient sich dazu ja synthetischer Drogen, das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit für mich. Somit würde ich nicht nur Liebe streuen, sondern vielleicht auch die Dance-Mucke toll finden.

    Wissen Sie, sobald uns etwas nervt, haben wir selber etwas in uns wo diese "Resonanz" erzeugt.
Sich nicht schuldig fühlen deswegen, es sind "nur" Erfahrungen die wir Menschen hier auf Erde machen dürfen und müssen.


    Ich mag meinen Nachbarn (aber nicht seine Musik) und meine Wohnlage. Ich liebe das Leben, aber diesen Gspürschmi-Quatsch mag ich nicht. Nein! Aber Elisabeth hat Recht. Wahrscheinlich werden sich meine Nachbarn auch nicht immer über meine Krachgitarrenausbrüche freuen.

    Und Sie werden feststellen, dass das Plagen aufhört. Denn: alles ist Energie. Und so spürt auch dieser Mitmensch die liebevolle Energie von Ihnen irgendwie.
    Meine Energie behalte ich übrigens lieber für mich, als sie mittels positiven Gedanken in der Welt herumzustreuen.

    Wenn viele Menschen so handeln täten, sähe unsere Welt liebevoller aus. Herz-Liebe ist hier gemeint und gar nichts anderes.

    Genau. Einige der «positivsten» Menschen, die gottesfürchtig Nächstenliebe zelebrieren, sind die grauenvollsten und schlimmsten Verbrecher. Vielfach sitzen sie in Regierung und üben staatlich sanktionierten Terror gegen alles aus, was nicht in ihr erleuchtetes Weltbild passt. Oder aber sie dienen dem Herrn und unterjochen auch dort jene, die nicht so tun, wie sie es gerne hätten.

    Liebe Elisabeth. Mag sein, dass Sie mit Ihrem Leben und vor allem Ihrer positiven Einstellung glücklich und zufrieden sind. Schön für Sie. Ich bin auch ganz zufrieden mit meinem Sein. Und, was sie nun doch überraschen dürfte, ich bin sogar glücklich, kann lieben und werde geliebt. Aber ich stehe auch mit beiden Beinen im Leben. Sehe, höre und spüre die Welt und glaube nicht, dass den Freuden und Leiden des Lebens mit abgehobenen Weisheiten besser zu begegnen ist.

    Die gute Frau Elisabeth hat mir übrigens in einem andern Kommentar empfohlen den Namen «SchimpfundSchande» in etwas Positives umzudrehen. Wäre ein blütenweisser «LiebeundErleuchtung»-Blog eine ideale Besetzung? Vielleicht. Aber ich habe Angst, dass ich plötzlich zum beseelten Gutmenschen mutiere oder Lifestyle-Buddhist werde. Mir würde viel fehlen.

    Aufhellung am Arsch

    Am Samstag zählte Ulrike Hark die neusten Problemzonen der Frauen auf. Besonders beeindruckend fand ich dabei das Thema Anal Bleaching. Das ist keine Verarschung, sondern Tatsache. Da Frau – und mancher Mann auch – mittlerweile untenrum haarlos durch die Welt schlingert, fällt der natürlicherweise dunkler gefärbte Bereich um den Anus eben stärker auf, schreibt Frau Hark. Deswegen bleichen sich Stylefetischisten ihren Arsch. Das funktioniert. Jedenfalls in Michael Jacksons Arschgesicht hat das zu deutlichen Aufhellungen geführt.

    Wetterfeste Ausgänger

    Der Dauerregen hatte gestern etwas Gutes. Ich habe fast ein ganzes Buch gelesen und ich war seit langer Zeit wieder einmal im Helsinki, wo sich dann nur wenige wasser- und wetterfeste Menschen hingetrauten. Wunderbar. So kann man das Aad Hollander Trio From Hell geniessen.

    08 April 2006

    Nachbar nervt

    Jetzt ist er wieder am Musikhören. Verdammt laut. Der Boden vibriert, ich höre sogar den Gesang. Zudem hat er die Fenster zum Hof offen. Also schliesse ich meine. Der Typ nervt. Laute Musik ist super. Aber muss es so dröger Dancescheiss sein?

    Endlich Zeit

    Diese Woche hatte ich soviel um die Ohren, dass ich kaum zu sonst was gekommen bin. Und jetzt habe ich auch noch zwei Kolleginnen beim Umzug geholfen. Der Samstag ist also auch zur Hälfte hin. Nur gut, dass jetzt dann Ostern, Kurzurlaub und 1. Mai kommen und die Arbeitswochen süss verkürzen. Dann habe ich endlich wieder Zeit zu schreiben...

    07 April 2006

    Boykottiert Kitag

    Und dass der neue, von Quentin Tarantino produzierte, Film «Hostel» wegen angeblich zu brutaler Szenen nicht in die Kinos kommt ist ein Skandal. Massgeblich schuld trägt dabei der Kinomulti Kitag (der mit den zahllosen Filmen für Idioten). Er will den Streifen nicht zeigen. Ergo zieht der Verleih «Hostel» aus dem Angebot zurück.
    Wer etwas auf sich hält, boykottiert die Kitag.

    wMac

    Diese Woche überraschte uns ja Steve Jobs, dass der beste, coolste und mit Abstand schönste Computer nun auch mit dem potthässlichen Windows xp betrieben werden kann. Obwohl ich Windows NICHT mag (Lies das Scheff), muss ich sagen: Hut ab. Da ist Apple ein Super-Coup gelungen, der den Marktanteil erhöhen wird. Jetzt können auch Kleinweich-User endlich einen richtig schönen Compi kaufen. Es gibt also keine Entschuldigung mehr, hässliche Kisten rumstehen zu haben.

    Kahn nicht mehr

    Deutschland hat sein Thema fürs Wochenende: Jens Lehmann steht im deutschen Tor. Khan muss sitzen. Erst heute Mittag habe ich meinem deutschen Arbeitskollegen über Torhüter (auch über unseren Zubi, und dass der weg muss) gesprochen. Da meinte er nur: «Wir haben wenigstens noch den Lehmann, aber die Schweizer?»

    Im Tor der deutschen wird wohl mit Kahns wegfall nicht viel ändern. Aber der Rotschopf war ein dermassen unsympathischer Kerl, dass er mir fehlen wird.

    zweierlei lärm

    Am Kiosk. Ich hätte gern... WAS? sagt die Frau. Es ist hier so laut! Hinter ihr höre ich das Radio: kamen beim Anschalg auf eine schiitische Moschee mindestens achtzig Menschen ums Leben. Fazit: Der Verkehr ist nicht laut genug.

    05 April 2006

    Wetteristscheisse

    Gestern noch T-Shirt und Jeansjäckli, heute dicker Pulli und Regenzeug. Aprilwetter du bist scheisse. Hau ab!

    Nix für Pussies

    «We dont like to play for Pussy Crowds», schreit der Mann in Schwarz von der Bühne. Dann haut er auf seine Gitarre ein, Bass und Schlagzeug rumpeln munter mit: Boah! Das ist Rock’n’Roll!

    Danko Jones auf der Bühne des xtra, das waren 90 Minuten verdammt heisse, intensive Gefühle. Glückshormone durchströmen den ganzen Körper angesichts dieser geballten Ladung harter Gitarrenmusik. Beste Laune vom ersten Riff an. Was die drei Typen aus Toronto herunterdreschten war kraftvoll, intelligent, engagiert. Und Danko Jones haben ganz offensichtlich verdammt viel Spass an ihrem Job und lassen das Publikum daran teilhaben.

    Neben der geilen Musik bietet Mister Danko Jones auch noch Entertainment at its best! Dieser Mann lebt und liebt seinen Beruf. Da folgt einer seinen Gefühlen und schmettert sie in schweisstreibender Manier in die Welt hinaus. Das wirkt keine Sekunde lang aufgesetzt, sondern bleibt immer grundehrlich. Eine Eigenschaft, die im Showbusiness ganz selten ist.

    Dass Danko Jones auch Spoken Word Tours macht, macht durchaus Sinn. Dieser Mann lebt das Leben und überlegt sich dabei etwas. Auch das ist heute ganz, ganz selten.

    Geile und intensive Konzerte enorm guter Bands habe ich schon viele gesehen. Etwa Blues Explosion, Melvins, NoMeansNo oder Mars Volta. Aber Danko Jones kann Schmerz, Freude, Liebe und Hass in Musik verpacken und dabei noch ungeheuer viel Spass verbreiten. Selten sah man so viele Backenbärte und schwere Jungs so verzückt dreingucken, wie gestern im xtra.

    Noch ein Wort zur Vorgruppe Chocolate Rockets, die in diesem Blog auch schon mal erwähnt wurden. Die Berner Band macht wirklich gute Musik. Nur sollte der Sänger denken bevor er etwas sagt. Denn was aus seinem Mund kommt, zeugt nicht gerade von übermässiger Intelligenz und macht den an sich guten Gig komplett zur Sau.

    03 April 2006

    Kebab mit Anstand

    Nichts gegen Fast-Food. Auch ich liebe die schnelle unkomplizierte Küche für unterwegs. Oft lande ich beim Türken nebenan und lasse mir widerlich aussehendes Fleisch vom Mocken kratzen und mit «viel scharf» und Gemüse ohne Restvitamine drin in einen gummizähen Fladen rollen. Das schmeckt trotz all der wüsten Zutaten herrlich. Und es füttert.

    Aber – und hier musste ja ein Aber kommen – ich esse das gleich beim Türken oder aber in meinen eigenen vier Wänden. Niemals, ich wiederhole: auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen würde ich es meiner Umwelt zumuten, den stinkenden Kebab-Frass auf der Strasse oder noch schlimmer im Tram oder Bus herunterzuschlingen.

    Denn zu den nicht zu unterschätzenden Geruchsimmissionen paaren sich beim Kebab-Verzehr weitere unappetitliche Dinge. Man kann das Teil nicht anständig essen. Zwangsläufig sabbern Sauce, Salat und Sonstiges aus der Teigtasche. Alles ist vollgekleckert und der Kebab-Konsument Mensch schmatzt.

    Deshalb plädiere ich für eine Kampagne der Stadt Zürich. Wer den Slogan «Erlaubt ist, was nicht stört» herausgeben kann, der kann auch einen «Kebab mit Anstand»-Werbefeldzug starten.

    02 April 2006

    Intellektuelle Aufgeregtheit

    Vor einem Jahr gab ich den Klagen der Woz-MacherInnen (Das habe ich jetzt aber so was von politisch korrekt hingetippt) nach: Ich löste ein Abo. Dabei habe ich die Zeitung vorher regelmässig am Kiosk für so teures Geld erstanden, dass mich der Lieblingstürke an der Kasse mal fragte: «Wieso zahlst du sechs Franken für eine so dünne Zeitung?»

    Ich versuchte es ihm zu erklären, was er aber nicht verstand. Egal. Ich verstehe jetzt das Quote auf Seite 16 der neusten Ausgabe auch nicht. Respektive ich will es nicht verstehen. Und ich will das Abo nicht mehr verlängern, sondern lieber wieder die unverständlichen Blicke des Lieblingstürken ernten wenn ich mir die Zeitung für teures Geld kaufe.

    Ach ja das Quote, das mich wahnsinnig aufgeregt hat geht so: «Die Rohheit des akkumulierten Kapitals erhielt ein patriarchalisches Gesicht», und steht im Zusammenhang mit den Besitztümern des Zeitungstycoons William Randolph Hearsts. Hearst war als Medienzar und Mitbegründer der Yellow Press, also des Boulevards, sicher ein wüster Zeitgenosse. Aber darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass in einem Artikel von vielleicht 100 Zeilen ohne Bild, als einziges diese verschrobene Zitat hervorgehoben wird. Ich mag so einen intellektuellen Schwachsinn nicht mehr lesen. Und auch die Aufgeregtheit über einem Mann der seit über fünf Jahrzehnten tot ist, mag ich nicht teilen. Nein, danke.

    Christenschmarren

    Wenn man den schönen und damit aber auch kostenintensiven Dingen nicht abgeneigt ist, empfiehlt es sich durchaus einem anständigen 100-Prozent-Job nachzugehen. Das doofe daran ist nur, dass die zwei Tage Wochenende bei weitem nicht ausreichen, um sich zu erholen und auch nur annähernd das zu tun, was einem gut anstehen würde. Diese viel zu knappe Freizeit führt dazu, dass auch ich, als absolut ungläubiger Mensch, Ostern und den sonstigen Christenschmarren sehnsüchtig erwarte (Am Pfingstsonntag spielen übrigens die höllisch geilen Motörhead in Zürich). Dann gibt’s wenigstens ein paar wenige Tage frei extra.

    Apropos Christenschmarren: Wieviel arbeiten eigentlich all die Pilger, die ihre Freizeit dazu opfern, in Rom dem toten Papst zu gedenken?

    All die gläubigen Kirchgänger mögen mir die Frage verzeihen. Allein, ich kanns nicht verstehen. Noch dazu, da mich eine Freikirche einmal mit dem Spruch zu ködern versuchte, das Gott überall sei. Also nicht bloss in Rom.

    Happy Birthday Apple

    Der Hersteller der schönsten und coolsten Computer wird 30! Schon immer machte Apple wunderbare Rechner und gute Betriebssysteme. Dennoch konnte sich leider eine schlechte Kopie davon durchsetzen. Weil Bill Gates der bessere Verkäufer ist. Das wäre nicht so schlimm, wenn nicht Millionen Anwender blindlings hässliche grau-beige Kisten rumstehen hätten, die meistens mit einem Betriebssystem laufen, das volle Fehler und Sicherheitslücken ist.

    Mir ist das egal. Zwar muss ich mich im Job mit einer potthässlichen Dell-Kiste und dem superdoofen Windows XP plagen. Doch sonst gehört meine Liebe seit 18 Jahren ungeteilt dem coolen Apfel. Happy Birthday.

    01 April 2006

    Chefrocker (shit)

    Wollte mir soeben den Blognamen Chefrocker unter den Nagel reissen, um endlich mit Stil & verdammt viel subjektivem Fachwissen über Musik zu referieren. Aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Pech gehabt. Irgendwer, der oder die sich Dead_Kennedy nennt, hat sich die Domain auf Blogspot seit 4 (vier!!) Tagen gesichert. Allerdings ist da noch gerade viel drauf.

    Egal. Ich werde halt weiterhin auf der schimpfundschande auch Lob und Liebe verbreiten. Etwa über die neue Platte von Danko Jones «Sleep ist he enemy». Die erinnert mein verwöhntes Ohr gehörig an die guten alten AC/DC. Abgesehen davon beweist der Kanadier mit seinen zwei Mitmusikern, dass es nicht mehr als drei Leute braucht um verdammt gute Musik zu spielen. Der Herr Diabolisinmusica freut sich also auf den kommenden Dienstag im xtra. Das spielen Danko Jones auf.

    Ebenfalls kaufen, lieben und laut anhören sollte man sich Yeah Yeah Yeahs mit dem blöden Titel «Show Your Bones». Die New Yorker Truppe mit der Sängerin Karen O. – eine der wenigen Frauenstimmen, die mein High-End-CD-Player von Nullen und Einsen in wüste Schallwellen wandeln darf – hält wiedermal einen Knaller bereit, der sich wohl bei vielfachem Anhören zu einem Dauerfavoriten entwickeln wird.

    Die Yeah Yeah Yeahs werden ja häufig mit Strokes und Konsorten als neue Gitarrenband gehandelt. Was vom Erscheinungszeitpunkt ihres Debutalbums stimmen mag. Aber das Trio erfreut Liebhaber intelligenter Rockmusik mit schrägen Arrangements, was die andern Bands leider selten schaffen (also das Überraschen und die Schrägheit meine ich jetzt).

    Eher zum drangewöhnen ist auch die neue von Boysetsfire «The Mysery Index: notes from the plague years». Denn Hardcore mit soviel Melodie lässt die schärfsten Tattoos verblassen. Dennoch bringen die Burschen das gewisse Etwas aufs Band, das dann das Album eben doch sehr hörbar macht.

    Immer noch im Player: Mudhoney«Under a billion uns».

    Bloggen für Blick Online

    Wie Onkel Bö berichtet - und auch andere schon gepostet haben – sucht Blick Online Menschen, die schreiben können und sich aus ihrer Stadt heraus mit Leidenschaft einen Namen erkämpfen wollen. Schimpfundschande mag zwar Zürich über alles. Darüber lobhudeln sollen aber bitteschön andere. Wer mitmachen will, soll sich auf Bös Blog schlau machen und sich auch gleich dort melden.

    Für den Genussmenschen

    Liebhaber guter Küche werden die Bar Sol in ZH3 kennen. Den andern sei sie empfohlen. Allerleckerstes Essen gepaart mit feinen Weinen und einer unglaublich netten, kompetenten und begeisterten Bedienung. Absolut untrendy, nicht cool und ohne jegliches Yuppie-Publikum. Einfach eine super Beiz. Hingehen und geniessen. Und falls doch Yuppies kommen: rausekeln!

    Altersgebrechen

    Das Problem am Älterwerden sind nicht nur die körperlichen Gebrechen. Vielmehr steigt die Gefahr mit zunehmendem Alter wegen der vielen Kerzen auf dem Kuchen an einer Rauchvergiftung zu erliegen...

    28 März 2006

    Ferienplanung

    Und dann stellt sich noch die Frage: New York, Thailand oder Badeferien in Europa. Denn klar ist nur: Bald werde ich nach Berlin dürfen. Eigentlich stand auch NY fest im Programm. Aber das droht aus Termingründen zu kippen. Denn im Sommer sind WM-Ferien im schönen Zürich und Fussballabende ganz alleine vor meinem TV-Gerät angesagt. Aber der Herbst und somit die eher unschöne Wetterlage kommt bestimmt. Also wohin?

    27 März 2006

    Platz nehmen

    Es ist schwer anzunehmen, dass jene, die sich etwas aus Fussball und sinnentleerter Freizeitbeschäftigung machen, schon drin sind. Alle andern sollen doch jetzt, sofort und ohne zu zögern im Largest Online Stadium Platz nehmen. Zulu ist schon eine Woche drin. Und stolz darauf.

    Tschüss Frühling

    Schön warst du schnell da. Schade hast du schon wieder die Schnauze voll. Hätte mich gern noch ein bisschen in deiner warmen Sonne gewälzt.
    Dabei schleppte sich der Herr Z. einmal quer durch Zürich. Von Oerlikon bis nach Wollishofen ging die Reise. Und alleine dieses Bild zeigt, warum Zürich der schönste Ort der Schweiz ist.

    Und natürlich war endlich wieder mal Sonnebrillenwetter.

    Tipps für frische Johnny-Cash-Fans

    Der gute, alte Johnny Cash erlebt eine Popularität, die ohne die süsse Hollywood-Schmonzette «Walk The Line» nie zustande gekommen wäre. Platten und Bücher mit Johnny Cash auf dem Cover verlaufen sich blendend. Und Menschen, die weder 30 sind noch sonst einen Bezug zu Country-Musik haben, interessieren sich plötzlich für den Man in Black. Das ist schön. Da will ich doch glatt der neuen Cash-Fangemeide gute Tipps geben, was ins Gestell gehört.

    Neben den tatsächlich sehr guten Live-Aufnahmen: Live at San Quentin und Live at Folsom Prison, gehören auch sämtliche Sun-Recordings von Johnny Cash in die Sammlung. Wem das zuviel ist, dem sei doch zumindest die sorgfältig gemachte «Up Trough Years» vom superben deutschen Label Bear Family Records ans Herz gelegt. Da finden sich Aufnahmen aus den Jahren 1955 – 1957.

    Als Lesetipps ist neben der Johnny Cash Autobiographie sei vor allem Franz Doblers «The Beast in Me» Im Verlag Kunstmann empfohlen. Doblers Schreibe ist exzellent und packend.

    Wem das noch nicht genug Country ist, der soll sich mit «Auf des toten Mannes Kiste», ebenfalls von Dobler, orientieren. Zudem sind die wenigen Aufnahmen von Hank Williams immer eine gute Wahl.

    Dass alle American Recordings Platten von Cash unter Federführung von Rick Rubin ein Must für die gute Sammlung sind, dürfte bekannt sein. Dazu gehört auch der Konzertmitschnitt «Storytellers» von Cash und Willie Nelson.

    24 März 2006

    Pro 7 boykottieren

    Jetzt ist genug: Seit Wochen versaut mir die beschissene «We Love To Entertain You»-Werbung in eigener Sache die Laune. Auch im Kino wird man von der superdoofen Lobhudelei nicht verschont.

    Fertig. Schluss. Aus!!! Ich schalte den Sender nicht mehr ein.

    22 März 2006

    Schönheitswahn, Fitnesswahn, Gesundheitswahn

    Jung bleiben ist längst keine Frage der Einstellung mehr. Jung bleiben, muss sichtbar sein. Dafür geben sich die Leute wahn-sinnig mühe.

    Leistung ist alles. Bei der Arbeit sowieso. Aber es hört dort nicht auf. Es reicht nicht sich gut anzuziehen, geistig wach und beweglich zu bleiben und die Welt zu verstehen und auch vor komplexen Fragen nicht zurückzuschrecken. Leistung muss schon von aussen sichtbar sein.

    Der Körper darf kein Gramm Fett an der falschen Stelle aufweisen. Falten sind verboten. Die Zähne strahlend weiss. Das sind alles Leistungsausweise. Denn wer sich in der bequemen Welt, so unbequem durchs Leben strampelt, der ist bereit mehr als der Durchschnitt zu geben.

    Das sind auch alles Hinweise auf ein gesundheitsbewusstes Leben. «Gesundheit ist Pflicht», hiess es bereits bei in Hitlers Wahnsinnsregime. Heute wird dies – glücklicherweise unter andern Vorzeichen – wieder überall propagiert. Functional Food boomt, das Fitnessstudio dient nicht nur dem besseren Aussehen, Rauchen tun nur noch ewiggestrige.

    Mag sein, dass dies mit dem Traum nach ewigem Leben zu tun hat. Mag aber auch sein, dass unsere Generation sich einfach bedingungslos dem Kapitalismus unterjocht und das Recht auf ein selbst bestimmtes Leben dem Streben nach Erfolg (der sich ohne Leistungsbereitschaft nicht einstellt) aufgibt.

    20 März 2006

    Deppen für Arschlöcher

    In der guten alten Zeit pflegte man in Papas Thunderbird oder im eigenen Pink Cadillac über die Highways brausend die Freiheit zu geniessen. Diese Freiheit ist auf den Strassen dem Krieg gewichen und die amerikanische Traditionsmarke entwickelt für urbane Idioten, welche das Abenteuer nicht auf der Gasse, sondern eben auf der Strasse suchen, ein Monster auf Rädern. In der Werbung werden diesem drei Charakteristika zugeschrieben:
    Individualität: Sieht aus wie all die andern, ist aber als Cadillac gekennzeichnet.
    Grösse: Oh ja! Sehr viel davon.
    Durchsetzungskraft: Damit fegst du nicht nur Fussgänger und Velofahrer, sondern auch kleinere Geländewagen von der Strasse? Bei Stau einfach aufs Gaspedal treten? Unser Auto sollte für die Strasse gar nicht zugelassen werden aber vielleicht kauft es ja die Armee?
    Das kommt also dabei heraus, wenn verantwortungslose Deppen ein Produkt für Arschlöcher bewerben.

    18 März 2006

    Mudhoney

    Die Sub-Pop-Legenden Mudhoney melden sich mit «under a billion suns» zurück. Und wie! Als wäre keine Zeit vergangen rocken sie wie einst. Sänger Mark Arm röchelt, klagt und schreit. Dazu schrummeln Gitarren und krachen Bass und Schlagzeug, dass es eine wahre Freude ist. Stellenweise klingt das ganze wie die ebenfalls superben Butthole Surfers zu ihren besten Zeiten. Wundervolle Musik für erwachsene Menschen. Kaufen und am 18. Mai in die Rote Fabrik ans Konzert gehen.

    14 März 2006

    Alter Scheiss, schreierisch verkauft im Kassensturz

    So so lieber Kassensturz. Da wird mittels Medienmitteilung gross rumgeblufft, was denn das Topthema von heute Abend ist. Der böse iPod und 9 andere MP3-Player sind ganz böse Gerätli. Sie machen so laut wie ein Presslufthammer: «Au weia», «Schock», «also wenn wir das gewusst hätten, bevor wir uns so einen bösen Apparat angeschafft haben», tönt es jetzt wohl von besorgten und übers Ohr gehauenen Bürgern.

    Nur, mein lieber Kassensturz. DAS IST NICHT NEU!!!! HÖRST DU MICH, DU TAUBE NUSS??? Dass ein MP3-Player – und übrigens auch ein hundskommuner Walkman, Discman, Minidiscplayer oder Was-auch-immer – ebenfalls so laut, wie ein Presslufthammer machen kann, ist ein alter Hut.

    Also, doofer Kassensturz. Mach doch mit den Konzessionsgeldern bitteschön Beiträge, die irgendwie aktuell sind. Und zieh nicht 6 Wochen später mit einer alten und reisserisch gemachten Story nach.

    Randbemerkung

    Wenn israelische Militärs ein von internationalen Wärtern bewachtes Gefängnis in Jerusalem stürmen, dann waren es eben Soldaten. Wenn sich Palästinenser dagegen wehren, sind es militante Palästinenser. So geht das.

    10 März 2006

    Muss man vor Männern mit Piercings Respekt haben?

    Man muss nicht. Man kann natürlich, wenn man denn will. Aber erstens sind Piercings eh doof (Ja! Auch die in den Ohren) und zweitens sehen Männer mit durchstochener Augenbraue, Zunge – und ACHTUNG – Bauchnabel ziemlich behämmert aus.

    Snap, Buffalo Schuhe? Und was sonst?

    Also. Das «sexy» multitalent Tap Tap («Die Zürcherin arbeitet als DJ, Model, Tänzerin und Schauspielerin», schreibt der Blick) ruft die Rückkehr der 90er Jahre aus. Die 20-jähirge Göre hatte damals bestenfalls Augenhöhe mit den hässlichen Buffalo-Stiefeln.

    Wie kommt sie also dazu so was offensichtlich doofes wie folgendes von sich zu geben: Tap Tap trauert den 90ern nach: «Es waren lustige Zeiten. Jetzt warten die Leute auf Neues. Und weil nichts kommt, blicken sie zurück.»???

    Und wie kommt die Zeitung dazu, den Scheiss unkritisch abzudrucken? Will man sich da plötzlich unters Partyvolk mischen, das ewiggestriges als ne